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News vom 02.06.2006

Der mitgliedstärkste Verband NRW verläßt den ZVSHK

Mit großer Mehrheit hat am 31. Mai die Mitgliederversammlung des größten SHK-Landesverbandes Nordrhein-Westfalen beschlossen aus dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima/Gebäudeenergietechnik (ZVSHK/GED) auszutreten.

Im Vorfeld dieser Mitgliederversammlung hatten Vorstand und Geschäftsführung in NRW die Konsequenzen eines Austritts aus dem Zentralverband ausgiebig vorgestellt und innerhalb der Versammlung mit den SHK-Mitglieder intensiv diskutiert.

Um das Austrittsvorhaben seines größten Landesverbandes zu verhindern, hatte der Bundesverband selbst auf der Mitgliedsversammlung Stellung genommen und dabei gleichzeitig für erhebliche Irritationen gesorgt. Im Falle eines NRW-Austritts bekundete der ZVSHK seine Absicht SHK-Handwerksunternehmen und kooperationsbereite Innungen in Nordrhein-Westfalen mit direkten Mitgliedschaften zu bewerben.

In einer Presseinformation äußerte dazu ZVSHK-Präsident Schliefke: „Wir lassen keinen SHK-Betrieb und keine Innung in Nordrhein-Westfalen im Regen stehen! Der ZVSHK wird alles tun, um interessierten Unternehmen und Innungen den Zugang zum umfassenden Leistungspaket des Zentralverbandes zu erhalten." Ob eine Innung aus NRW diesen Avancen folgen wird, darf bezweifelt werden.

Aber der Bundesverband konnte die Austrittsentscheidung des Fachverbandes nicht verhindern. Die hohe Beitragsbelastung, die aus Sicht des Fachverbandes zu einer weiteren für die Mitglieder nicht tragbaren Neuverschuldung des Verbandes geführt hätte, überzeugte die große Mehrheit der SHK-Mitglieder, die fristgerechte Kündigung zum Jahresende auszusprechen. Immerhin geht es um eine zukünftige Zahllast von 450000 Euro, der schon eine deutliche Dienstleistung gegenüberstehen müßte.

Klar ist auch, dass weder die NRW-Innungen noch der einzelne SHK-Betrieb in NRW eine Beeinträchtigung ihrer Arbeit befürchten müssen. Der Fachverband sieht sich hier in einer deutlichen Verantwortung gegenüber seinen Mitgliedern und wird sich den Anforderungen gewachsen zeigen.

Auch wenn aus formalen Gründen der Vertrag mit dem ZVSHK nun gekündigt werden musste, haben die nordrhein-westfälischen SHK-Mitglieder ihre Fachverbands-Führung aufgefordert, durch weitere Gespräche mit dem ZVSHK in den nächsten Monaten noch zu einer tragbaren Lösung zu kommen.

Das letzte Wort scheint also noch nicht gesprochen, eine Verhandlungslösung zu angemessenen Bedingungen noch möglich.
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