Kupfer könnte helfen, die Verbreitung einer Influenza zu verhindern. Kürzlich durchgeführte Untersuchungen der Universität von Southampton ergaben, dass der Virus Influenza A innerhalb von sechs Stunden auf Kupferoberflächen sichtbar vernichtet wurde.
Professor Bill Keevil - mikrobiologische Forscher an der Universität Southhampton untersuchte die Vernichtung von Viren auf Kupferoberflächen.
Die Universität von Southampton ist international anerkannt für seine führende Forschung auf den Gebieten Maschinenbau, Naturwissenschaft, Medizin und Computerwissenschaft. Die Southampton Forschung wurde von der Copper Development Association (CDA) in den USA und der International Copper Asscociation unterstützt.
Der Influenza A Virus verursacht saisonale Infektionen, die bis zu 12.000 Todesfälle pro Jahr in Großbritannien nach sich ziehen. Der Virus der Influenza A Familie enthält den Vogelgrippe-Bakterienstamm.
Professor Bill Keevil und Dr. Jonathan Noyce, mikrobiologische Forscher an der Universität für Biologische Wissenschaften, führen die Ergebnisse in einer Studie, die als Vorlage für fachgeprüfte Publikationen dient, noch in diesem Jahr auf.
Professor Keevil, der die Forschungsgruppe für Mikrobiologie leitet, erklärt: “Die Ergebnisse passen zu den aktuellen Betrachtungen über den potentiell ausbrechenden Vogelgrippen-Bakterienstamm. Deshalb haben wir es als wichtig erachtet, einige vorläufige Ergebnisse zu erlangen.“
Die Forscher aus Southampton setzten bei Raumtemperatur 2 Mio. plaquebildende Einheiten des Influenza A (H1N1) auf C11000 Kupfer (einfaches, pures Kupfermetall) und auf S30400 (einfacher Stahl). In regelmäßigen Abständen wurde die Überlebensrate der einzelnen Proben untersucht. Nach sechs Stunden gingen auf der Oberfläche des Edelstahls die Erreger auf eine Anzahl von 1 Million zurück und nach 24 Stunden auf 500.000. Zu dieser Zeit erreichte die Kupferoberfläche eine Reduzierung von 500.000 nach nur einer Stunde und inaktivierte zudem alle Erreger, jedoch 500 – einen 99,99% Rückgang – nach nur sechs Stunden.
In der Forschung stellte Professor Keevil fest, dass der getestete H1N1 Bakterienstamm ähnlich dem des H5N1 (Vogelgrippe) Bakterienstammes ist und das hier die Wirkung der antibakteriellen Eigenschaften von Kupfer ebenso identisch sein sollte. Er erklärt, dass während der Impfstoff Antikörper stimuliert, um die spezifischen Zelloberflächenstrukturen (Epitop) zu erreichen, die antibakterielle Wirkung von Kupfer die gesamte Struktur des Virus angreife und daher einen breit gefächerten Effekt hat.
Die Ergebnisse sind einheitlich mit dem vorgeführten antibakteriellen Effekt von Kupfer, die in öffentlichen Studien wie E. coli O157:H7, Methicillin-Resistenter Staphylococcus Aureus und Listeria aufgeführt sind, erzählt Professor Keevil, und fügt hinzu, dass ähnliche antibakterielle Wirkungen bei einer Infusion von Kupferionen in Gewebe, Filter oder anderen Materialien erreicht werden könne. Solche Anwendungen könnten die Wirksamkeit jedoch abschwächen, da das Kupfervorkommen in solchen Materialien weitaus weniger vorhanden ist, als in Kupferlegierungen.
Sollte es erfolgreich sein, unbeschichtetes Kupfer oder hochwertige Kupferlegierungen wie Messing und Bronze zu nutzen, um die Kreuzkontamination zu minimieren, so meint Professor Keevil: „Türknäufe und Klinken, Schiebetüren, Arbeitsplatten, Spülbecken und andere oft berührte Gegenstände in der Gesundheitspflege und anderen öffentlichen Einrichtungen sind primär für den Einsatz von Kupferlegierungen geeignet, um die Ausbreitung der Infektion unter Kontrolle zu halten.“