Die Solarbranche zeigt sich auf Rekordkurs: Mehr als 23.000 Menschen haben die Intersolar 2006 besucht – so viele wie nie zuvor. Und gegenüber dem letzten Jahr machen 22 Prozent mehr Aussteller auf 50 Prozent mehr Fläche das Wachstum der Branche deutlich.
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Bei Grundfos stand das Thema "Sensorik" im Mittelpunkt der Intersolar.
Auch im Außengelände konnten sich die Besucher informieren.
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Informierten über die Entwicklungen der Solarbranche: v.li. n. re. - C. Körnig (BSW), M. Elsässer (Solar Promotion) u. U. Funke (Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe).
Bei Tisun lud Europas erfolreichster Tischfussballspieler Dieter Thiele zu einer Krökelrunde ein.
Damit wurden die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Die Intersolar 2006 fand von Donnerstag, 22. Juni, bis Samstag, 24. Juni, in der Messe Freiburg statt. Auf einer Fläche von 26.000 m2 – rund 50 Prozent größer als im Vorjahr – zeigten 454 Aussteller aus 27 Nationen die Neuheiten der internationalen Solarbranche (2005: 372 Aussteller). Im Vergleich zur Intersolar 2005 ist dies ein Plus von 22 Prozent.
„Dies zeigt, dass Jahr für Jahr neue Firmen auf der Intersolar ausstellen. Gleichzeitig sehen viele Aussteller Europas Leitmesse für Solartechnik als Meilenstein im Messejahr“, erklären Klaus W. Seilnacht (Geschäftsführer Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG, FWTM) und Markus Elsässer (Geschäftsführer Solar Promotion GmbH). „Die Aussteller waren mit der Kompetenz der Fachbesucher sehr zufrieden. Die Intersolar hat auch dieses Jahr die dynamische Entwicklung der Solarbranche widergespiegelt.“
Intersolar spiegelt dynamische Marktentwicklung wider Das internationale Fachpublikum, das sich über die wichtigsten Neuheiten in den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen informierte, sieht die Intersolar als den Branchentreffpunkt in Europa. Die Intersolar zeigte auch dieses Jahr die aktuellen Trends der Solarbranche auf: Nach wie vor herrscht in der Photovoltaik Siliziumknappheit. Die Unternehmen reagieren darauf. Sie wenden rohstoffsparende Techniken an und werden, so der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW) in Deutschland rund 500 Mio. Euro in den Aufbau von über zehn neuen Fertigungslinien im Bereich Dünnschichttechnologie investieren. Dies sorgte auf der Intersolar für Gesprächsstoff.
Auch die Solarthermie weist einen Trend vor: Dieses Jahr wird ein Marktwachstum von über 30 Prozent erwartet. „Vor allem die solarthermischen Kombinationsanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung werden stark nachgefragt – im vergangenen Jahr wiesen sie bereits ein Marktwachstum von 60 Prozent auf“, fügt Markus Elsässer hinzu.
Zufriedene Intersolar-Aussteller Bei den Ausstellern zeigte sich eine positive Stimmung. Die einhellige Meinung lautete: Die Nachfrage war hervorragend.
„Die Intersolar ist die wichtigste und professionellste Messe, die wir besuchen. Sie generiert die meisten Geschäftskontakte“, unterstreicht Mark A. Farber, Vice President Strategic Planning, Evergreen Solar. „Die Zahl an Fachbesuchern aus europäischen Ländern, in denen, wie in Deutschland, eine Einspeisevergütung vorhanden oder geplant ist, hat enorm zugenommen“, resümiert Thorsten Vespermann, Leiter Unternehmenskommunikation der Conergy AG. „Aber auch mit außereuropäischen Entscheidern der Solarbranche haben wir zahlreiche neue Kontakte geknüpft.“
Michael Verdirk, Sales Manager OEM / Europe, GRUNDFOS SENSOR DIVISION: “Die InterSolar 2006 ein voller Erfolg für Grundfos! Es ist uns gelungen, das Thema Sensorik sehr stark in den Vordergrund zu rücken. Unsere Sensoren stießen vor allem in den Bereichen Wärmemengenzählung, Solartechnik und Frischwasserstationen auf großes Interesse. So konnten wir mit innovativen Produkten fern der klassischen Pumpen ganz neue Kundensegmente und deren Bedürfnisse intensiv kennenlernen.“
Rainer Höfer, Vertriebsleiter Deutschland der Sonnenkraft GmbH, versichert: „Die Intersolar ist für uns und unsere Partner die wichtigste Messe überhaupt, eine exzellente Plattform, um Kontakte zu knüpfen.“
"Wir waren gemeinsam mit unseren Tochtergesellschaften aus Frankreich und Spanien erstmalig mit einem Stand auf der Intersolar vertreten und sind sehr zufrieden mit der Resonanz“, resümierte Jacqueline Lachwa die PR-Leiterin der Roth Werke GmbH. „Über die Nachfragen nach unseren Solarsystemen hinaus verzeichneten wir ein großes Interesse an der Roth Wärmepumpentechnologie. Der Anteil an internationalem Publikum war größer als wir erwartet haben."
„Es ist ein Muss für die Solarbranche, hier vertreten zu sein“, fügt Frank Henn, Vorstand Vertrieb der SolarWorld AG, hinzu. „In zahlreichen hochwertigen Gesprächen haben wir wertvolle Kontakte geknüpft. Besonders hervorzuheben ist die Internationalität der Messebesucher“, sagt Jochen Reitz, Leiter Vertrieb/Marketing regenerative Energien Deutschland von Junkers Deutschland BBT Thermotechnik GmbH. Auch der Trend des internationalen Handels machte sich auf der Intersolar bemerkbar. Es wurde deutlich, dass sich viele Unternehmen international aufstellen.
Angeregte Diskussionen beim umfangreichen Kongressprogramm Bereits im Vorfeld der Intersolar haben Fachkongresse zahlreiche Zuhörer zu Vorträgen und angeregten Diskussionen versammelt. Aktuelle Themen wie Dünnschichttechnologie in der Photovoltaik oder solare Kühlung wurden behandelt.
Intersolar 2007 Das Wachstum der Solarbranche scheint noch lange nicht beendet zu sein: Experten rechnen für dieses Jahr mit einem Umsatz der Solarbranche in Deutschland – Solarthermie und Photovoltaik zusammengerechnet – von rund vier Mrd. Euro.
Grund genug für viele Aussteller und Besucher, bereits jetzt ihre Teilnahme an der Intersolar 2007 zu bestätigen. Die Intersolar 2007 wird vom 21. bis 23. Juni 2007 wohl letztmalig in Freiburg stattfinden, denn die Ausstellungsmöglichkeiten reichen einfach nicht mehr aus. Für 2008 wird bereits nach einem neuen Veranstaltungsort gesucht.