Solarkollektoren schmücken immer mehr Dächer von Alt- und Neubauten. Sie nutzen die Sonnenenergie zur Erwärmung des Brauchwassers oder zusätzlich zur Unterstützung der Heizung.
Es gibt viele attraktive Möglichkeiten, Solarkollektoren am Gebäude zu installieren.
Neben der klassischen Installation auf dem Dach gibt es auch noch andere Aufstellungsmöglichkeiten. Mit den folgenden Tipps zeigt die Initiative Solarwärme Plus, wie Bauherren und Renovierer mit Phantasie und Kreativität zu ganz individuellen Solar-Lösungen kommen können.
Zunächst sind einige wenige Grundregeln zu berücksichtigen: Die besten Solarerträge lassen sich bei einer Kollektorneigung von 35 bis 50 Grad und einer Süd-, Südwest- oder Südostausrichtung erzielen. Dachflächen, auf die zum Beispiel durch Bäume oft Schatten fällt, sind ungeeignet.
Werden diese Vorgaben beherzigt, dann gibt es zahlreiche Standorte für die Kollektoren. Nahe liegend ist zunächst der Blick auf das Dach des Hauses: Steht hier eine ausreichend große Fläche zur Verfügung? Auch eine Gaube selbst kann mit Kollektoren belegt sein. Überall können Dachkollektoren auf der bestehenden Eindeckung montiert (Aufdach-Montage) oder in die Eindeckung integriert werden (Indach-Montage).
Flachdächer eignen sich ebenfalls hervorragend als Kollektorstandort. Hier erhält man durch eine Aufständerung die optimale Kollektorneigung. Für Garagendächer gilt dies auch. Carports, Wintergärten und andere Anbauten können so einen solaren Zusatznutzen auch erhalten. Dabei sollte grundsätzlich die Statik beachtet werden.
Besonderen Charme haben solare Vordächer: Über Terrasse oder Balkon montiert, nutzen die Kollektoren die Sonne und spenden gleichzeitig Schatten. Solche Solar-Vordächer sind auch eine sinnvolle Lösung für die Giebelseite eines Hauses, wenn diese die nach Süden gerichtete Sonnenseite des Gebäudes ist. Die Initiative Solarwärme Plus informiert, dass nahezu alle Neu- und Altbauten baulich für die Anbringung einer Solarwärmeanlage geeignet sind. Auch an der Fassade können Kollektoren installiert werden. Hier verwendet man in der Regel sogenannte Vakuumröhrenkollektoren, die leistungsstärker sind als Flachkollektoren. Für alle Standard- und Sonderlösungen gibt es es passende Montagesysteme und Installationstechniken.