
Wer das Eurotheum in Frankfurt betritt, fühlt Behaglichkeit. Die Eingangshalle des Büro- und Wohnkomplexes nach amerikanischem Vorbild temperiert ein Roth Heiz- und Kühlsystem in einer besonderen Anwendungsform. Um der geforderten Belastung von 3,5 Tonnen pro Quadratmeter des 110 Meter hohen Skyscraper gerecht zu werden, wählte der Planer einen Spezialaufbau. Die Fussbodenkonstruktion besteht aus Rohbeton, 60 Millimeter PS 30 Dämmung, Roth Systemplatte PS 30 SE 26 Millimeter, Unterbewehrung auf drei Zentimeter Abstandshalter, Roth Rohrträgerelement-System und Roth Alu-Laserpex Systemrohr 20 Millimeter. Die Regelung erfolgt per Gebäudeleitsystem.
Die Fernwärmeübergabestation mit fünf Wärmetauschern und einer Gesamtleistung von 2726 kW befinde sich im Untergeschoss, so eine Meldung von ROM (Rudolf Otto Meyer), Frankfurt, die die Heizungs-, Kälte- und Lüftungsanlage des exklusiven Gebäudes ausführte. Die Primärseite der Wärmetauscher wird mit Dampf 120 Grad Celsius / Kondensat 50 Grad Celsius und die Sekundärseite mit Wasser 70/45 Grad Celsius betrieben. Die Stockwerke erwärmen Heizkörper mit wasserführenden Standkonsolen. Im dreißigsten Obergeschoss ist eine weitere Heizzentrale zur Beheizung der oberen Stockwerke.
Der Bauherr des Hochhauses mit außenliegendem Wolkenlift und unter Denkmalschutz stehender Fassade ist Köllmann Real Property Development GmbH, Wiesbaden. Die Gesamtplanung übernahm Nowotny, Mäner & Assoziierte, Offenbach und die Planung der Flächenheizung das Ingenieurbüro Hess, Darmstadt.