Wer umfassende Sanierungen an seinem Haus vornimmt, braucht nach der geltenden Energieeinsparverordnung (EnEV 2002) schon heute einen Energieausweis. Dieser muss den Energiebedarf des sanierten Gebäudes dokumentieren. Darauf weist die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in Berlin hin.
Energiepass der dena mit Gebäudefoto - Foto: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)
Die Vorschrift betrifft Hausbesitzer, die innerhalb eines Jahres mindestens drei größere Modernisierungsmaßnahmen durchführen - beispielsweise die Fassade sanieren, neue Fenster einsetzen und das Dach dämmen. Auch wenn das Gebäude um 50 Prozent oder mehr vergrößert wird, muss für das neue Haus ein Energieausweis ausgestellt werden.
Mit dem Energieausweis erhalten Eigentümer und Vermieter ein offizielles Dokument über die getätigten Modernisierungen und damit eine echte Trumpfkarte für den Immobilienmarkt. Bei steigenden Energiekosten werden Mieter und Käufer zunehmend auf den Energiebedarf achten und sich eher für eine Immobilie entscheiden, deren Energieeffizienz nachgewiesen ist.
Eigentümer können die Ausweispflicht bei einer umfassenden Modernisierung ohne oder mit nur geringen Mehrkosten erfüllen. Denn der beauftragte Planer muss ohnehin die wichtigen Merkmale eines Gebäudes erfassen und den Energiebedarf des sanierten Hauses berechnen. Diese Leistungen, die auch zur Ausstellung eines Energieausweises notwendig sind, fallen also nicht zusätzlich an.
Die dena bietet in Zusammenarbeit mit dem Bundesbauministerium seit 2004 einen Energieausweis für Gebäude an: den dena-Energiepass. Energieeffiziente Sanierungs- und Bauvorhaben unterstützt die Bundesregierung mit verschiedenen Förderkrediten und -zuschüssen. Mehr zum dena-Energiepass und zu Fördermitteln für Hausbesitzer unter:
www.zukunft-haus.info