Immer mehr Hausbesitzer nutzen thermische Solaranlagen. Und das aus gutem Grund. Denn schließlich lässt sich mit Hilfe von
Solarkollektoren auf dem Hausdach mehr als die Hälfte des jährlichen Warmwasserbedarfs decken.
Die Installation der Sonnenkollektoren.
Das macht unabhängiger von den steigenden Öl- oder Gaspreisen. "Von Mai bis September duscht oder badet man ganz auf Kosten der Sonne", sagt Dirk Hufnagel, der beim enercity-Fonds proKlima für das Solarförderprogramm zuständig ist. Für die Versorgung eines Vier-Personen-Haushaltes genügt bereits eine Kollektorfläche von fünf Quadratmetern. "Ein guter Zeitpunkt für die Installation einer Solarwärmeanlage ist, wenn die Heizungsanlage ohnehin erneuert werden muss", empfiehlt Hufnagel. Um den Einbau zu erleichtern, unterstützt proKlima das Fachhandwerk mit einer Projektförderung. Durch die proKlima-Zuschüsse von 80 bis 100 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche betragen die restlichen Investitionskosten für die solare Warmwasserbereitung nur noch rund 3.900 Euro.
Der Weg zur eigenen Solarwärmeanlage ist einfach: Die Interessenten können sich direkt an ihren Fachhandwerker wenden oder erhalten auf Anfrage von proKlima eine Liste mit Fachunternehmen, die bereits mehrere thermische Solaranlagen eingebaut haben. In einem persönlichen Gespräch erläutert der jeweilige Handwerksbetrieb die einzelnen Positionen des "Solarpakets", bevor der Einbau beginnt. Die proKlima-Zuschüsse gibt es für Maßnahmen im Gebiet der Städte Hannover, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Ronnenberg und Seelze. Aber nicht nur proKlima unterstützt den Bau von Solarwärmeanlagen. Wer in die Sonne investieren möchte, kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) Fördergelder beantragen. Der Zuschuss wird ebenfalls nach der Kollektorfläche und der Art der Anlage berechnet.
Solare Regionalliga geht in die dritte Runde Im Jahr 2005 hat proKlima den Bau von 156 Solarwärmeanlagen gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von fast 40 Prozent. In 14 Fällen wurden die Anlagen mit dem Einbau einer Holzpellets-Heizung kombiniert, die in den Wintermonaten die Warmwasserbereitung übernimmt. Um einen vollständigen Überblick über die Verbreitung von Solaranlagen zu gewinnen, haben proKlima und die Klimaschutzagentur Region Hannover dieses Jahr zum zweiten Mal den Wettbewerb "Solare Regionalliga" gestartet. Alle Bürger in der Region sind dazu aufgerufen, ihre Solaranlagen bei den jeweiligen Energie- und Umweltbeauftragten zu melden. Die Anmeldekarten können die Teilnehmer über die Telefonhotline (01805) 62 39 77 anfordern. Meldeschluss des diesjährigen Wettbewerbs ist der 25. September. Als Belohnung erhalten alle Teilnehmer ein kleines Präsent.
RegioSolar-Konferenz kommt nach Hannover Neben der Solaren Regionalliga ist in diesem Jahr die RegioSolar-Konferenz ein Highlight in Sachen Sonnenergie. Die Konferenz wird zum dritten Mal vom Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mit Unterstützung des Bundesumweltministeriums organisiert und findet vom 3. bis 4. November erstmals in Hannover statt. Der Veranstaltungsort ist das Kulturzentrum Pavillon. Die Konferenz ist ein Forum für Solarinitiativen aus ganz Deutschland und andere Akteure aus Wirtschaft und Politik. Mitveranstalter sind proKlima und die Klimaschutzagentur.