Angesichts der tropischen Temperaturen, die derzeit Deutschland beherrschen, ruft der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Frank Dupré, seine Unternehmerkollegen auf, verantwortungsvoll mit dieser Situation umzugehen:
Frank Dupré - Vizepäsident des ZDB.
Klaus Wiesehügel - Bundesvorsitzender der IG Bau.
„Unser Tarifvertrag zur Flexibilisierung der Arbeitszeit erlaubt einen völlig dynamischen Umgang mit der Arbeitszeit, die je nach betrieblichen Erfordernissen und der Situation auf den Baustellen angepasst werden kann. Neue Regelungen sind daher nicht erforderlich. Hitzefrei ist schon heute möglich, sofern die betrieblichen Belange dies erfordern. Die meisten unserer Mitgliedsbetriebe haben die Arbeitszeit bereits an die tropischen Temperaturen angepasst. Im Einvernehmen mit den Arbeitnehmern wird die Arbeit früher begonnen, werden längere Pausen gemacht, die Arbeitszeit verkürzt und z.T. in die frühen Abendstunden verlegt. Im übrigen wird über den Bauzuschlag den Mitarbeitern am Bau das Witterungsrisiko im Sommer vergütet. Wir können zwar nachvollziehen, dass Herr Wiesehügel diese Forderungen angesichts des heißen Sommers jetzt erhebt. Das Thema eignet sich aber nicht dazu, das nachrichtenarme Sommerloch zu füllen, da die Bauwirtschaft ihre Hausaufgaben bereits gemacht hat.“
Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hatte Unternehmen mit Beschäftigten unter freiem Himmel aufgefordert, ihre Arbeitnehmer vor Sonneneinstrahlung und extremer Hitze zu schützen, da gerade Bauarbeiter den gefährlichen Strahlen meist schutzlos ausgeliefert sind. Rund 2,5 Millionen Beschäftigte in Deutschland arbeiten unter freiem Himmel. „Wir müssen darüber nachdenken, ob extrem heiße Tage nicht unter „Schlechtwetter“ fallen sollten wie klirrende Kälte im Winter“, sagt der IG BAU-Vorsitzende, „dann wären sie genauso zu überbrücken“.