Durch die Novellierung des EEG Gesetzes über erneuerbare Energien sowie die Novelle des Baugesetzbuches steigt das Interesse an Investitionen für Regenerative Energien stark an. Damit wird es für viele Endverbraucher wieder interessanter über die Anschaffung von Photovoltaikanlagen nachzudenken.
VDE-Zertifizierungen bieten Vorteile gegenüber Wettbewerbern im Markt.
Die derzeitige Auftragslage bei den Installateuren und den Modulherstellern unterstreicht dies eindeutig. Doch auch die sicherheitstechnischen Anforderungen an die Komponenten für Photovoltaik-Anlagen haben sich erhöht.
Der Installateur hat letztendlich die Sicherheit zu gewährleisten, dass die installierten Produkte dem derzeitigen Stand der Technik entsprechen (gemäß der Richtlinie 73/23/EWG-Niederspannungs-Richtlinie), sowie die Installation die Anforderungen der EVU's und der VDE Bestimmungen einhält. Denn mit der Ablösung des alten Gerätesicherheitsgesetz (GSG) ist die Haftung auf alle "Inverkehrbringer“ ausgeweitet worden. Hersteller, Händler und Installateur werden mit in die Produkthaftungskette mit einbezogen. Im Mai 2004 ist das neue Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG) in Kraft getreten. Durch die Neudefinition der Begriffe "Gerät" und "Gerätezubehör" fallen Photovoltaik (PV)-Module und -Anlagen erstmals in den Geltungsbereich dieses Gesetzes.
Damit ist es möglich, für diese Produkte ein VDE-GS-Zeichen für den deutschen Markt zu vergeben. Das VDE-Institut hat von der zuständigen deutschen Akkreditierungsstelle ZLS bereits die Akkreditierung für die GS-Zeichenvergabe erhalten.
Die Kennzeichnung mit VDE-Sicherheitszeichen von Komponenten für Photovoltaik-Anlagen (Module, Wechselrichter, Anschlussdosen, Kabel und Steckverbinder) sind eine wichtige Voraussetzung für die Inbetriebnahmeerklärung des Installateurs. Nur dann kann er den richtigen Einbau und die Sicherheit der eingebauten Komponenten und damit der gesamten Anlage bestätigen.
Laut Angaben des VDE-Prüf- und Zertifizierungsinstitutes ist dieser Bereich für viele Installationsbetriebe Neuland ist und es gibt große Unsicherheiten. Daher bietet das VDE-Institut in Offenbach für Installationsfachbetriebe, um sich aus der "Masse" der Installateure herauszuheben, das VDE "Best Installation Praxis-Gutachten“ an.
Diese Zertifizierung umfasst eine Begutachtung von 1-3 durchgeführten Installationen (die Anzahl richtet sich nach der Größe der Einzelanlagen) von Photovoltaik-Anlagen inkl. der zugehörigen Dokumentation. Grundlage sind zertifizierte (oder mit gleichwertigen Nachweisen versehene) Komponenten (Module, Wechselrichter, Kabel etc.), die Beurteilung der Schutzklasse 2, Installation nach VDE 0100 Teil 712 und VDE 126. Die Überprüfung der zum Projekt gehörigen Dokumentation muss mindestens Beschaffungsnachweise, Planungsunterlagen, Zertifikate, Hinweise zur Einhaltung gemäß DIN 1055, Prüfung der elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und die Beurteilung der Netzrückwirkung nach den Fachgrundnormen EN 61000-6-2 und EN 61000-6-3 sowie die Freigabeerklärung des Installateurs enthalten.
Das Unternehmen unterliegt einer jährlichen Überprüfung bei der wieder ein Projekt, aus den letzten 3 Monaten vor der Überprüfung, nach den gleichen Kriterien begutachtet wird. Die Auswahl des Projektes obliegt dem VDE-Institut. Das Unternehmen erhält dafür ein "Best Installation Praxis-Gutachten“ mit einjähriger Gültigkeitsdauer.
Weitere Informationen und Anfragen zur Zertifizierung von Installationsfachbetrieben können
hier bestellt werden.