Schimmelbildung in Wohnräumen ist noch immer besonders in den Wintermonaten ein großes Problem. Eine Lösung kann oft nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erreicht werden.
Schimmelpilzsanierung - Foto: Brigitte Harste
Am 12. Oktober veranstaltet der Regionalverband Umweltberatung Nord e.V. in der Universität Hamburg einen Fachkongress mit dem Thema: "Umweltgerechtes und gesundes Bauen, Wohnen und Sanieren." Im Mittelpunkt der sieben Fachvorträge steht die Analyse und Sanierung von Schimmelpilzschäden.
Umwelt-Staatsrätin Dr. Herlind Gundelach von der Hamburger Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt hat die Schirmherrschaft für die Veranstaltung übernommen und wird die Tagung mit einem Grußwort eröffnen. Die Referatsthemen spannen einen Bogen von der Vorstellung des Schimmelpilzsanierungs-Leitfadens des Umweltbundesamtes über gesundheitliche Auswirkungen, bauphysikalische Zusammenhänge, neue mikrobiologische Erkenntnisse, Analyse und Begutachtung bis hin zur fachgerechten Sanierung. Referenten sind Dr. Thomas Gabrio vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg, Gunter Hankammer vom Bundesverband Schimmelpilzsanierung e.V. (BSS), der Rechtsanwalt Wolfgang Mattern vom Verband der Immobilienverwalter Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Urban Palmgren vom Labor Urbanus in Düsseldorf, Dr. Caroline Herr vom Institut für Hygiene und Umweltmedizin Gießen, die Heilpraktikerin Marie-Luise Holdinghausen und Doris Schünemann vom Berufsverband Deutscher Baubiologen. Die ganztägige Veranstaltung findet im Hauptgebäude der Universität Hamburg (Kuppelbau), direkt am Fernbahnhof Hamburg-Dammtor, statt.
Schimmelbildung in Wohnräumen ist nach wie vor besonders in den Wintermonaten ein großes Problem. Das beginnt schon bei der Ursachenfindung: Luftdichte Wohnungen bei nicht angepasstem Lüftungsverhalten, Wasserschäden, Wärmebrücken und anderes mehr kommen in Betracht. Gesundheitsgefährdung, rechtliche Probleme und Schäden am Gebäude sind weitere Einzelaspekte des Problemfeldes Feuchtigkeit und Schimmel, dessen Lösung letztlich nur durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit erreicht werden kann. Ein wichtiges Ziel dieser Tagung besteht darin, den Gedankenaustausch der mit Schimmelpilzproblemen befassten Institutionen und Fachleute zu fördern. Gelegenheit dazu bieten die Diskussionen im Anschluss an die Referate sowie die ausgiebigen Pausenzeiten, in denen die Themen in Einzelgesprächen vertieft werden können. Über Verfahren und Produkte für die Sanierung kann man sich sehr gut in einer Fachausstellung im Foyer informieren.
Erwartet werden etwa 150 Teilnehmer aus verschiedensten Berufsfeldern, zum Beispiel Architektur, Ingenieurwesen, Wohnungsverwaltung, Sachverständigenwesen, Medizin, Rechtswesen, Energieberatung, Verbraucher-und Umweltberatung, Handwerk, Behörden, Sanierungsgewerbe u.a.
Die Veranstaltung wird vom Umweltbundesamt sowie von zahlreichen Hamburger Verbänden unterstützt: Ärztekammer Hamburg, Berufsverband Deutscher Baubiologen, Bundesverband der Brand- und Wasserschadenbeseitiger,Bundesverband Schimmelpilzsanierung (BSS), Grundeigentümer-Verband Hamburg, Handwerkskammer Hamburg - ZEWU, Initiative Arbeit und Klimaschutz, Mieter helfen Mietern e.V., Mieterverein zu Hamburg (Landesverband Deutscher Mieterbund), Umweltberatungen der Bezirksämter, VDI Arbeitskreise Umweltschutztechnik, Bautechnik, Technische Gebäudeausrüstung, Verband für Haus- und Wohneigentum Hamburg, Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Verbraucherzentrale Hamburg.
Die Teilnahmegebühr für die Tagung beträgt 95 Euro (inkl. Tagungsunterlagen, Mittagsimbiss, Pausengetränke). Weitere Informationen und die Anmeldeunterlagen finden sich
hier.