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News vom 11.09.2006

Energie ist kein Discount-Artikel

"Schluss mit dem Lamentieren über hohe Energiekosten. Verbraucher sollten ihre Handlungsmöglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs besser nutzen", fordert Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena).

Mit Hilfe einer Steckdosenleiste den unnötigen Energieverbrauch im Stand-by-Betrieb leicht vermeiden.
Mit Hilfe einer Steckdosenleiste den unnötigen Energieverbrauch im Stand-by-Betrieb leicht vermeiden.
"Energie ist kein Discount-Artikel, der zu Billigpreisen angeboten werden kann, sondern ein wertvolles und begrenztes Gut. Die Nachfrage nach Energie steigt weltweit, die fossilen Rohstoffe gehen zur Neige und notwendige Maßnahmen zum Klimaschutz verursachen zusätzliche Kosten. Steigende Energiepreise geben genau diese Marktsituation wieder und zwar nicht nur in Deutschland, sondern auch auf europäischer Ebene. Deshalb müssen alle Verbraucher Energie effizienter einsetzen, um wirtschaftlich handlungsfähig zu bleiben - die Unternehmen genauso wie staatliche Institutionen und private Haushalte", so Kohler.

Die dena zeigt, wie groß die Effizienzpotenziale zum Beispiel beim Stromverbrauch in privaten Haushalten sind und hat dafür erechnet, wie ein durchschnittlicher Vier-Personen-Haushalt seine Stromkosten um bis zu 300 Euro im Jahr senken kann. Denn: Wer Energie effizienter einsetzt, spart nicht nur Geld, sondern macht sich auch in Zukunft sicherer gegen steigende Strompreise.

Folgende Maßnahmen lohnen sich:

Beleuchtung
Normale Glühlampen durch Energiesparlampen ersetzen und Halogen-Deckenfluter vermeiden.
Jährlich gespart: 85 Euro.

TV, PC und Co
Der unnötige Stand-by-Verbrauch von TV, PC und Co verursacht hohe Stromkosten. Wer hier seine Energiekosten reduzieren will, sollte möglichst viele gemeinsam genutzte Geräte an einer schaltbaren Steckdosenleiste anbringen. Damit können die Geräte vom Stromnetz getrennt werden, wenn sie länger nicht genutzt werden. Für PC-Nutzer gilt: Die Energiesparfunktion des PCs aktivieren und so einstellen, dass zum Beispiel der Monitor bei Arbeitspausen in den energiearmen Schlafzustand versetzt wird. Jeder Neuanfang birgt auch eine Chance zum Stromsparen: Vor dem Kauf eines neuen Gerätes den Stromverbrauch im Normalbetrieb und im Stand-by vergleichen und ein effizientes Gerät auswählen.
Jährlich gespart: 60 Euro

Haushaltsgroßgeräte
Bei der Anschaffung von Haushaltsgeräten die Energieeffizienzklasse A auswählen und bei Kühl- und Gefriergeräten auf die Effizienzklasse A+ und A++ setzen. Kühl- und Gefriergeräte, die älter sind als zehn Jahre, sollten durch neue ersetzt werden. Auch beim Waschen und Spülen kann gespart werden: Die Waschmaschine voll beladen und öfter bei 30 oder 40 Grad waschen. Bei Spülmaschinen konsequent das Energiesparprogramm nutzen.
Jährlich gespart: 90 Euro.

Heizungspumpe
Auch die Heizungspumpe im Keller braucht Strom. Hier lohnt sich eine hocheffiziente Pumpe mit dem Effizienzlabel A, die vom Fachmann installiert wird. Zusätzlich lässt sich der Stromverbrauch durch eine möglichst gute Abstimmung zwischen Heizungspumpe, Rohrleitungen und Heizungskörpern reduzieren.
Gleichzeitig sollte darauf geachtet werden, dass die Pumpe tatsächlich nur während der Heizperiode in Betrieb ist.
Jährlich gespart: 60 Euro.
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