Auch wenn die seit 18 Jahren bestehende DIN 1988 Teil 4 noch gültig ist, wird sie doch in absehbarer Zeit durch die europäische Norm die DIN EN 1717, die schon parallel gültig ist, ersetzt werden.
Aufmerksam folgen die Teilnehmer des Honeywell WasserForums den kompetenten Ausführungen Jörg Scheeles zum Schutz des Trinkwassers.
Die Sammelsicherung gefährdeter Entnahmestellen hat mit der DIN EN 1717 ein Ende.
Der Trinkwasserfachmann Jörg Scheele empfiehlt im eigenen Interesse jedoch schon jetzt nach der europäischen Norm zu arbeiten und sich nicht mehr einzig auf den „Normensaurier“ zu stützen. „Installationsfehler fallen heute schneller auf“, so Scheele auf einer Veranstaltung des Honeywell WasserForums zur DIN EN 1717 in Hannover.
Durch die Trinkwasserverordnung ist die Trinkwasseranlage eines Gebäudes seit 2003 behördlichen Kontrollen unterworfen. Da reicht es schon aus, wenn ein Bewohner eines Wohngebäudes gegenüber dem Gesundheitsamt bezüglich des Trinkwassers einen Verdacht äußert, und eine Prüfung muss erfolgen. Bei einer fehlerhaften Installation können sich so zivilrechtliche Ansprüche gegen den ausführenden Fachbereich ergeben. Scheele rät daher den Teilnehmern der Veranstaltung bei der Erstellung von Trinkwasseranlagen die technischen Regeln der DIN 1717 zu Grunde zu legen, da diese europäische Norm die Messlatte höher legt als die nationale Norm und mit ihrer Umsetzung automatisch die alte Norm immer miterfüllt ist.
Scheele, gelernter Installateur und Heizungsmeister, arbeitet neben seiner Tätigkeit als Journalist als Lehrbeauftragter für Handwerkskammern und weiß wovon er spricht, denn er setzt sich seit Jahren mit dem Thema Trinkwasser auseinander. Auf sehr anschauliche, amüsante Weise und mit großer Kompetenz widmet er sich diesem trockenen Thema DIN 1988-4 contra DIN EN 1717 auf der Veranstaltung.
Die Qualität von Trinkwasser muss von der Aufbereitung bis zur Entnahmestelle gewährleistet sein. Hierbei ist der Schutz vor Verunreinigungen durch Rückfließen, Rückdrücken und Rücksaugen von Nichttrinkwasser ein wichtiger Faktor. Mit der Veranstaltungsreihe WasserForum greift Honeywell dieses Thema auf. Unter dem Titel „Die DIN EN 1717 zum Schutz des Trinkwassers und ihre Umsetzung in der Praxis“ bietet Honeywell seit April Wasserversorgern, Planern und Installateuren in Deutschland und Österreich Seminare an, in denen sie sich fit für die in Zukunft einzig gültige Norm machen können.
Im Anschluss an Scheeles Fachvortrag zu den Normenanforderungen an Sicherheitseinrichtungen stellen erfahrene Mitarbeiter von Honeywell Produktlösungen vor. Das Seminarprogramm bietet damit eine sachkundige wie anwendungsnahe Unterstützung bei der Umsetzung der Richtlinie. Alle Teilnehmer erhalten ein Ratgeber-Handbuch zur DIN EN 1717, das exklusiv für die Seminarreihe WasserForum geschrieben wurde, sowie weiterführendes Informationsmaterial.
In Frankfurt, Saarbrücken und Hamburg finden noch Seminare statt, zu denen es
hier weitere Informationen gibt. Wer keine Möglichkeit zur Teilnahme hat, kann sich im HaustechnikDialog in den nächsten Tagen in einem ausführlichen Fachbeitrag von Jörg Scheele umfassend über die Unterschiede der beiden Normen informieren.