Der derzeitige Stand der Technik setzt voraus, dass Heizungspumpen zwischen Absperreinrichtungen installiert werden Diese Praxis verhindert, dass bei Servicearbeiten oder notwendigem Pumpenaustausch die Anlage entleert werden muss.

Das gilt sowohl in Verteilergruppen als auch für freie Rohrinstallationen. Bei dieser Art der herkömmlichen Installation von handelsüblichen Absperrkomponenten werden offensichtliche Nachteile als gegeben in Kauf genommen. Absperrventile erweisen sich als sperrig bzw. kostenintensiv. Zwischenbauklappen plus Rohrzwischenstücke und Gegenflansche lassen sich nur baulich aufwendig installieren. Gleichzeitig müssen größere Wasser/Glykolgemische entleert und neubefüllt werden, wobei eine höhere Luftmengeneinbringung in das Heizungsnetz unvermeidbar ist. Hinzu kommt, dass bei "unvollständigen" Altinstallationen ein Nachrüsten der fehlenden Absperreinrichtungen nur mit zeitintensivem bzw. enormen baulichem Aufwand möglich ist.

Um diesen Belastungen auszuweichen, ist die Heizungspumpenreihe Wilo TOP-V von DN25 bis DN65 serienmäßig mit integrierten Absperreinrichtungen ausgerüstet. Da die Baulänge der TOP-V Pumpen weitgehend identisch mit Altpumpen ist, lässt sich die Baureihe problemlos auch bei bestehenden Installationen einsetzen. Sie verfügt als Flanschpumpe über beidseitige Absperrklappen oder als Verschraubungspumpe über Kugelabsperrung. Die Flanschpumpen mit PN6/10 Kombiflanschausführung sind mit selbstklebenden Flanschdichtungen ausgestattet, die bei der Montage nicht verrutschen können.
Da Pumpen und Absperrfunktion auf extrem kurzer Baulänge vereint sind, ergibt sich gegenüber herkömmlichen Lösungen eine Platzersparnis bis zu 50%. Es widersteht einem Druck bis zu 10bar und erweist sich bis 130 °C als temperaturfest. MS-Klappenlagerung bzw. EPDM-Elastormere sichern die dauerhafte Funktion.
Durch eine spezielle Art der Klappenintegration ist ein äußerst geringer Leistungsabfall gewährleistet. Zu beachten ist daher, dass bei Berechnungen für Rohrnetze der Verlust für herkömmliche Absperrarmaturen entfällt.
Die sich aus dieser Pumpengeneration ergebenden Vorteile liegen auf der Hand. Abgesehen von dem Platzgewinn reduzieren sich die Investitions- und Montagekosten. Bei einem später notwendig werdenden Austausch ist lediglich das Motormodul (MOT) und nicht die gesamte Pumpe auszutauschen, da das TOP V-Pumpengehäuse in der Rohrleitung als deren Bestandteil verbleibt. Die Material- und Zeiteinsparungen schlagen sehr erheblich zu Buche.