Der derzeitige Rückgang des Ölpreises hatte bereits eine intensive Debatte ausgelöst, ob es sich dabei um ein Ende der Ölpreis-Explosion handelt. Nach Ansicht von Fachleuten handelt es sich dabei um einen dauerhaften Abwärtstrend.
Die OPEC Zentrale in Wien - Foto: Wolfgang Pribitzer
An der Börse hatte sich in den letzten Tagen eine positivere Stimmung gezeigt, da u.a. ein sinkender Ölpreis die allgemeine positive Entwicklung stützt. Aber ob die momentane Preisentwicklung die übliche saisonale Preiserhöhung in den Herbst- und Wintermonaten aufhalten kann, lässt sich noch nicht absehen. Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) hatte am Montag auf ihrer 142.Tagung, die schon die kommenden kalten Monate mit im Blick hatte, beschlossen die Fördermenge trotz fallender Ölpreise vorerst unverändert zu lassen.
Aber nach dem Winter da sind sich die Experten einig, so ein Artikel des Handelsblatts vom 14. September, wird der Ölpreis in den nächsten zwei Jahren im Durchschnitt sinken. Als Gründe werden dafür die langsamer wachsende Nachfrage auf der einen Seite und das steigende Angebot auf der anderen Seite genannt. Denn die Abschwächung der Weltkonjunktur und die zurückhaltende Reaktion Asiens auf die höheren Ölpreise lassen die Nachfrage langsamer als erwartet steigen, während aber gleichzeitig Ölunternehmen mit der Erschließung neuer Ölquellen das Angebot steigen lassen.
Die Internationale Energieagentur IEA hat in ihrem jüngsten Ölmarktbericht ihre Prognose für die weltweite Ölnachfrage gesenkt. Das Institut hat für 2006 den Anstieg um 100000 Barrel pro Tag nach unten korrigiert und geht nun von einem Anstieg von 1,3 Prozent auf 84,7 Millionen Barrel pro Tag aus. Die Korrektur für 2007 wurde um 160000 Barrel pro Tag nach unten angepasst und geht nun von einer Verbrauchssteigerung um 1,8 Prozent auf 86,2 Millionen Barrel pro Tag aus.