In vielen Wohnungen bestehen beim Brandschutz erhebliche Defizite. So sind weniger als zehn Prozent aller Haushalte mit Rauchmeldern ausgerüstet – obwohl dies in immer mehr Bundesländern inzwischen vorgeschrieben ist.
Die Handhabung eines Feuerlöschers ist denkbar einfach und in wenigen Minuten für jedermann zu erlernen. Im Brandfall kann somit jeder „erste Hilfe“ leisten, größere Sachschäden verhindern oder sogar Menschenleben retten.
Schon ein relativ kleiner Brand kann aber zu hohen Sachschäden führen – und Menschenleben gefährden. Der bvbf Bundesverband Brandschutz-Fachbetriebe e.V. appelliert deshalb an alle Wohnungs- und Hauseigentümer, im eigenen Interesse etwas zu unternehmen.
Moderne Technik macht das Leben angenehmer – und gefährlicher Wegen der großen Zahl von Elektrogeräten gibt es heute in fast jeder Wohnung einen regelrechten Kabeldschungel und entsprechend hohe Risiken. Viele Geräte bleiben nach dem Ausschalten im „Stand-by“-Modus unter Strom. Dadurch stehen Fernseher und Computer-Monitore permanent unter Spannung und ziehen zudem Staubfasern an, die schließlich Kurzschlussbrücken bilden und gefährliche Brände auslösen können. Wegen der elektrischen Spannung können diese Brände auch nicht einfach mit Wasser, sondern nur mit einem Feuerlöscher gelöscht werden. Ähnlich sieht es bei Küchenbränden aus, wo überhitztes Fett eine besondere Gefahr darstellt. Versucht man es mit Wasser zu löschen, kann es ganz plötzlich zu einer explosionsartigen Flammenbildung kommen.
Vorbeugender Brandschutz: Kleine Investition mit großen Nutzen Wegen der starken Rauchentwicklung zieht schon ein kleiner Schwelbrand meist eine Totalrenovierung der ganzen Wohnung nach sich. Bei Küchenbränden wird häufig der Gegenwert eines Kleinwagens vernichtet. Schäden, für die keine Versicherung aufkommt, wenn eigene grobe Fahrlässigkeit nicht völlig auszuschließen ist. Verglichen mit dem hohen Schadenspotenzial ist der tatsächliche Aufwand für einen effizienten Brandschutz relativ gering: Geeignete Feuerlöscher, Löschdecken sowie Rauchmelder. Dies reicht in aller Regel schon aus. Um aber ganz sicher zu gehen, lässt man sich am besten von einem qualifizierten Brandschutz-Fachbetrieb sachkundig beraten.