Die Entwicklungsdynamik der erneuerbaren Energien hat auch im Bereich der Beschäftigung zu erheblichen positiven Effekten geführt. Von daher liegt es nahe auch das Potential dieser Branche zur Schaffung von Ausbildungsplätzen zu nutzen.
Für die mittelständisch geprägte Branche der erneuerbaren Energien ist mit einer deutlichen Beschäftigungszunahme zu rechnen.
Denn bereits jetzt ist die Nachfrage nach gut ausgebildetem Fachpersonal groß und viele Unternehmen aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien rechnen bis zum Jahr 2010 mit einer sehr großen Zunahme ihrer Beschäftigtenzahlen.
Die Unternehmen aus den Bereichen Umweltschutz und erneuerbare Energien werden ihre Ausbildungsanstrengungen wesentlich verstärken. Das ist das Ziel der von
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ins Leben gerufenen Initiative „Umwelt schafft Perspektiven“, an der sich zunächst 29 Firmen beteiligen und die sich mit einem gemeinsamen Aufruf an die gesamte Branche wendet.
Viele Unternehmen haben bereits konkrete Zusagen gemacht. Besonders eindrucksvoll ist die Erklärung der im
Bundesverband Erneuerbare Energien zusammengeschlossenen Firmen: Sie wollen in den kommenden beiden Jahren 5.000 zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.
„Auch in diesem Jahr fehlen in Deutschland Ausbildungsplätze. Auf der anderen Seite haben sich die Bereiche Umweltschutz und erneuerbare Energien in der Vergangenheit als Wachstumsmotoren erwiesen. Mit unserer Initiative wollen wir dazu beitragen, dass aus dieser wirtschaftlichen Dynamik zusätzliche Ausbildungsplätze entstehen. Das hilft nicht nur den jungen Menschen, denen wir eine berufliche Perspektive bieten. Sondern auch den Unternehmen, die angesichts der Wachstumsprognosen dringend auf gut qualifizierten Nachwuchs angewiesen sind“, sagte Sigmar Gabriel.
Gabriel betonte, die Initiative habe sich ein straffes Arbeitsprogramm gegeben. „Wir wollen nicht nur um neue Ausbildungsplätze werben, sondern auch gemeinsam Punkt für Punkt konkrete Probleme abarbeiten – etwa bei den Ausbildungsinhalten oder Imageproblemen einzelner Ausbildungsberufe.“
Die Initiative „Umwelt schafft Perspektiven“ ist für neue Partnerunternehmen und -verbände offen. Sie soll zunächst bis 2009 arbeiten. Im Bereich Umwelttechnik / erneuerbare Energien arbeiten zurzeit rund 1,5 Millionen Beschäftigte. Nach einer Prognose der Roland Berger Unternehmensberatung wird in Deutschland im Jahr 2020 mit Umwelttechnik ein höherer Umsatz erzielt als im Fahrzeugbau.
Auch der
Bundesverband Solarwirtschaft e. V. (BSW) begrüßt die in Berlin durch Bundesumweltminister Sigmar Gabriel vorgestellte Ausbildungsinitiative "Umwelt schafft Perspektive" und wird den Minister in den kommenden Monaten aktiv bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze in der Solarbranche unterstützen.
"Erneuerbare Energien sind unendlich – qualifizierter Nachwuchs nicht", sagt BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig, "darum haben wir die Anregung des Bundesumweltministers aufgegriffen und werden als Verband aktiv für die Schaffung neuer Ausbildungsplätze werben." Zu diesem Zweck hat der BSW jetzt ein solares Ausbildungsbündnis gegründet, dem sich bereits 20 Solarunternehmen angeschlossen haben. Ziel dieser Unternehmen ist es, die Anzahl ihrer Ausbildungsplätze von derzeit rund 200 auf über 400 zum Ausbildungsjahr 2008 zu erhöhen.
"Wir freuen uns über jedes weitere Unternehmen, das die Ministerinitiative unterstützt, und dem Bündnis beitritt", so Körnig weiter. Interessierte Unternehmen können sich ab sofort unter dem Stichwort Ausbildung beim Bundesverband Solarwirtschaft e.V. melden.