Das Handwerk ist ein entscheidender Innovationsfaktor für den Standort Deutschland. Von der Entwicklung bis zur Anwendung und Verbreitung von Innovationen, in jeder Phase des Innovationsprozesses spielt das Handwerk eine wichtige Rolle.
Innovationspotenziale des Handwerks sollten noch besser genutzt werden.
Unter dem Titel „Zukunft Handwerk! Der Beitrag des Handwerks im Innovationsprozess“ beschreibt ein Prognos-Gutachten detailliert die innovativen Kompetenzen und Potenziale von Handwerksbetrieben in Deutschland: Sie sind Innovatoren und Impulsgeber neuer Technologien, kompetente Problemlöser und Optimierer oder Multiplikatoren bereits vorhandener Technologien.
Da das Handwerk in dieser komplexen Rolle für den Innovationsstandort Deutschland bislang nur unzureichend wahrgenommen wird, empfiehlt die Studie, Handwerksbetriebe besser und gezielter in die Innovationspolitik mit einzubeziehen. Die vorhandenen Innovationspotenziale des Handwerks sollten durch Staat, Organisationen und Betriebe stärker genutzt und noch effizienter ausgeschöpft werden, unterstreicht Mathias Bucksteeg, Direktor der Prognos AG.
Ein Hemmnis für die Realisierung von Innovationspotenzialen ist laut Prognos die Eigenkapitalschwäche vieler Handwerksbetriebe. ZDH-Präsident Otto Kentzler hatte deshalb bei der Vorstellung der Studie seine Forderung nach einer umfassenden Steuerreform, die Instrumente zur Eigenkapitalstärkung für Personenunternehmen vorsieht, bekräftigt.
Die Studie unterstreicht den direkten Zusammenhang zwischen den innovativen Leistungen und der persönlichen Qualifizierung im Handwerk. "Wir brauchen die Fertigkeiten, das praktische Wissen und die Einheit von fachlicher und unternehmerischer Qualifikation. Nur wenn wir theoretische Exzellenz in der Forschung und praktisches Können des Handwerks zusammenbringen, werden Innovationen erfolgreich sein“, ergänzte Prof. Wolfgang Schulhoff. Er ist Präsident der Handwerkskammer Düsseldorf, die im Zusammenschluss mit den Handwerkskammern Dortmund, Dresden, Düsseldorf, Leipzig, Lüneburg-Stade, Mittelfranken, Niederbayern-Oberpfalz, Oldenburg, der Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz sowie dem Westdeutschen Handwerkskammertag diese Studie in Auftrag gegeben hatte.
Das vollständige Gutachten kann
hier im Internet heruntergeladen werden. Eine komprimierte Zusammenfassung der Ergebnisse findet sich
hier. Und wer sich nur für das Fazit interessiert findet es
hier im Internet.