Wenn im Winter die Wohnungen beheizt werden, wird die Luft in den Räumen, relativ gesehen, trockener. Es entsteht die be-kannte „trockene Heizluft“, die für viele Menschen ein echtes Gesundheitsproblem darstellt.
Trockene Heizluft begünstigt Erkältungskrankheiten
Ein Erwachsener benötigt pro Tag zwischen 11.500 und 14.500 Liter Atemluft, was bis zu 20.000 Ein- und Ausatmungsvorgänge über die Nase und den Rachenraum erfordert. Da trockene Raumluft die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport behindert, kommt es leicht zu Unwohlsein, Müdigkeit und Kon-zentrationsschwäche.
Außerdem steigt bei trockener Raumluft die Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen. Was mit einem leichten Husten oder Schnupfen beginnt, kann sich schnell zu einer handfesten Erkältungserkrankung entwickeln. Und gerade im Winter ist es keineswegs nur die Abkühlung des Körpers, die der Widerstandskraft schadet. Vielmehr ist heute nachgewiesen, dass die Austrocknung der Schleimhäute in Folge zu trockener Raumluft für die deutlich erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen verantwortlich ist.
Zur Vermeidung dieser Anfälligkeit und zur richtigen Gesundheitsvorsorge empfiehlt Prof. Dr.-Ing. Pfeiffenberger, Vorsitzender des Fachinstitutes Gebäude-Klima e.V., Bietigheim-Bissingen, in Wohn- und Büroräumen eine relative Raumluftfeuchte zwischen 40 und 50 Prozent. Um diese Werte gerade in der Heizperiode einzuhalten, sind Luftbefeuchter erforderlich, wobei man jedoch, so Prof. Pfeiffenberger, nur hygienisch unbedenkliche Geräte, beispielsweise elektrische Dampfbefeuchter, einsetzen sollte.