Deutschland bleibt mobil: 11,1 Prozent der Haushalte wechselten im Jahre 2005 mindestens einmal ihre Wohnung (Vorjahr: 11,08 Prozent). Dabei sind ostdeutsche Haushalte mit 11,67 Prozent (Vorjahr: 11,93) immer noch etwas umzugsfreudiger als westdeutsche mit 10,91 Prozent (Vorjahr: 10,79).
Ostdeutsche Haushalte sind noch immer etwas umzugsfreudiger als westdeutsche.
Allerdings nähern sich beide Quoten kontinuierlich an. Das ermittelte der Energiedienstleister Techem aus Eschborn auf der Basis von 3,64 Millionen Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.
Die Spitzenpositionen in der Umzugshäufigkeit unter den rund 200 analysierten deutschen Städten halten das niedersächsische Oldenburg mit 17,9 Prozent (Vorjahr: 16,8) und die schleswig-holsteinischen Kommunen Heide mit 17,0 (18,8), Rendsburg mit 16,7 (15,5), Schleswig mit 16,2 (15,5) sowie Flensburg mit 16,0 (15,9). Die wenigsten Umzüge gab es in Cuxhaven mit 6,8 (8,4), Ludwigsburg mit 7,5 (6,6), Esslingen mit 7,8 (9,1), Hattingen mit 7,8 (7,6) und Friedrichshafen mit 8,0 (8,0) Prozent.
Techem kann das Umzugsverhalten deswegen so exakt analysieren, weil alle Wohnungswechsel im Rahmen der Heizkostenabrechnung von den Vermietern gemeldet werden müssen. Techems Analysen erfolgen bereits seit 1985. Der Tiefstwert mit 6,8 Prozent wurde 1990 registriert, der Höchstwert (11,6 Prozent) im Jahr 1999.
Techem-Pressesprecher Stefan Lutz: „Die Umzugsquoten halten sich seitdem auf relativ hohem Niveau. Das wird auch dadurch unterstrichen, dass in 36 Prozent der von einem Umzug betroffenen 404.277 Wohnungen innerhalb des Jahres sogar mehr als ein Wohnungswechsel stattfand.”