Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat neue vorläufige Berechnungen zur Entwicklung der Rohölimporte vorgelegt.
Im November 2006 wurden nach seinen Berechnungen 9,2 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 2,6% mehr als ein Jahr zuvor (9,0 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im November 345,26 Euro und lag damit um 1,6% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (339,96 Euro). Die deutsche Rohölrechnung belief sich im November auf 3,2 Milliarden Euro und lag damit um 129 Millionen Euro höher als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monats-Zeitraums Dezember 2005 bis November 2006 mit der entsprechenden Referenzperiode Dezember 2004 bis November 2005
- sanken die Rohöleinfuhren um 1,4% von 111,5 auf 109,9 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 41,7 Milliarden Euro um 7,9 Milliarden Euro höher aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 379,61 Euro (vorher 303,32 Euro) im Schnitt um 25,2% höher.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 30 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum Russische Föderation (37,2 Mio. t), Norwegen (18,6 Mio. t), Großbritannien (13,1 Mio. t), Libyen (12,5 Mio. t) und Kasachstan (7,6 Mio. t). 28,8% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 21,3% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.