Cookies erleichtern die Bereitstellung der Dienste auf dieser Website. Mit der Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit dem Einsatz von Cookies einverstanden.
Unsere News können Sie auch bequem als Newsletter erhalten!

News vom 16.01.2007

„Warme Wohnung darf nicht zum Luxus werden“

"Die erfreuliche Entwicklung am Bau ist mittlerweile am Arbeitsmarkt angekommen. Nach mehr als zehn Jahren gibt es erstmals wieder die Chance für mehr Beschäftigung in der Branche. Die Talsohle ist durchschritten", sagte gestern Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee in München.

Mit rund 1,8 Millionen Beschäftigten und einem realen Bauvolumen von mehr als 220 Milliarden Euro habe die Bautätigkeit wieder eine Schlüsselfunktion für Wachstum, Konjunktur und Arbeitsmarkt. Damit die Bauwirtschaft auch zukünftig konkurrenzfähig bleibt, müsse sie die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen nutzen und den notwendigen Strukturwandel einleiten. "Wir stehen in einem intensiven und globalen Wettbewerb um Innovationen. Das heißt, die deutschen Bauunternehmen müssen ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern. Wir brauchen mehr innovative Produkte", sagte der Minister.

Die Bundesregierung habe mit ihrem CO2-Gebäudesanierungsprogramm Anreize für die Bauwirtschaft gegeben. 2006 wurden insgesamt 1,5 Milliarden Euro für Zinsverbilligung und Tilgungszuschüsse bereit gestellt. Damit konnten 265.000 Wohnungen energetisch modernisiert werden. "Eine Erfolgsgeschichte und einer der wesentlichen Impulse, den die öffentliche Hand geben konnte, um der Bauwirtschaft zu helfen. Das bringt vor allem Aufträge für die vielen kleinen und mittleren Handwerksbetriebe vor Ort, ein echtes Mittelstandsprogramm also," sagte Tiefensee. Darüber hinaus werde der Bund mit den Ländern und Kommunen einen Investitionspakt vereinbaren zur energetischen Sanierung aller öffentlichen Gebäude in Deutschland. "Das schafft Beschäftigung im Handwerk, bringt Wachstum und ist finanzierbar. Energiekosten werden gespart und Umweltlasten reduziert."

Gemeinsam mit dem EU-Kommissar für Energie Piebalgs eröffnete Tiefesee auf der BAU auch den Kongress "Energieeffizienz bauen!". 70 Prozent der gesamten Energie in Deutschland werden für den Verkehr und im Gebäudebereich verbraucht. Der größere Anteil hiervon wird für Raumwärme, Warmwasser und Beleuchtung in Gebäuden verwendet. Der weltweit steigende Primärenergieverbrauch, steigende Energiepreise und Importabhängigkeiten lassen die Regierungen weltweit über neue Strategien im Energiebereich diskutieren.

"Energieeinsparung wird für uns eine der großen Herausforderungen in den nächsten Jahren. Ein voller Tank oder eine warme Wohnung darf nicht zum Luxus werden. Deshalb spielt gerade der Gebäudebereich eine große Rolle. Durch eine bessere Dämmung, neue Fenster oder eine effizientere Heizung lässt sich bis zu 25 Prozent der Energie einsparen. Weniger Energieverbrauch, gleiche Lebensqualität – darauf wird es in Zukunft ankommen", so Tiefensee. Zugleich muss aber auch die Energieversorgung sicher gestellt sein. Deutschland braucht verlässliche Partner bei der Lieferung von Öl und Gas. "Verträge müssen eingehalten werden. Wir können nicht akzeptieren, dass Öl- oder Gaspipelines ohne Absprache abgedreht werden." Durch finanzielle Förderung wurde die Zunahme des Energieverbrauchs in Deutschland im Gebäudebereich bereits eingedämmt. Um zu einer tatsächlichen Reduzierung des Energieverbrauchs in der Zukunft zu kommen, seien bereits Strategien umgesetzt worden. So werden in Deutschland in Kürze auch Energieausweise eingeführt, die für bestehende Gebäude bei Vermietung und Verkauf auszustellen sind. Mieter und Käufer werden so die auf sie zukommenden Heizkosten besser einschätzen können.

Im Rahmen ihrer EU-Ratspräsidentschaft werde sich die Bundesregierung für die Stärkung des Bauwesens als einem europäischem Schlüsselsektor für Wachstum und Beschäftigung einsetzen. Dazu gehöre die Vollendung des Binnenmarktes und die Harmonisierung der technischen Regeln im Bauwesen genauso wie die Stärkung des Energie sparenden Bauens mit dem Ziel die Energieeffizienz zu erhöhen und erneuerbare Energien stärker zu nutzen.
Aktuelle Forenbeiträge
Lupo1 schrieb: Hallo, es gibt einen schmalen hohen Hygienespeicher, suche hier nach Solimpeks 300 oder 500. Habe mich mit dem Thema WW...
ThomasShmitt schrieb: Naja ist beides. Das Thermometer misst die Temperatur und zeigt sie dir an und danach regelt dann das Thermostat. Bzgl....
ANZEIGE
Hersteller-Anzeigen
Wasserbehandlung mit Zukunft
Mit Danfoss ist alles geregelt
Website-Statistik