Die Arbeitszeit bestimmt den Lebensrhythmus vieler Beschäftigter. Damit ausreichend Lebenszeit für Familie, Freizeit und Regeneration bleibt, begrenzt das moderne Arbeitszeitrecht einerseits die Arbeitszeit.
Von flexiblen Arbeitszeiten können Arbeitnehmer und das jeweilige Unternehmen profitieren.
Andererseits ermöglicht es innerhalb eines definierten Rahmens flexible Arbeitszeiten und fördert damit die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen. Flexibilisierung der Arbeitszeit ist jedoch nicht nur ein Wunsch aus der Wirtschaft, um beispielsweise die Betriebszeiten zu verlängern oder auch den Servicebereich auszuweiten. Unter Stichwörtern wie Work-Life-Balance und Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden Bedürfnisse von Beschäftigten deutlich, die sich im Wunsch nach flexiblen Arbeitszeitmodellen äußern.
Mittlerweile haben flexible Arbeitszeiten in vielen Unternehmen Einzug gehalten. Doch schwanken die unterschiedlichen Arbeitszeitmodelle stark in ihrem Verbreitungsgrad. Während relativ leicht handhabbare Instrumente wie Gleitzeit, Teilzeit, Mehrarbeit oder Arbeitszeitkonten eine weite Verbreitung finden, kommen andere Formen wie beispielsweise Vertrauensarbeitszeit seltener zur Anwendung. Vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen fehlen häufig Informationen über die zur Auswahl stehenden Möglichkeiten. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat deshalb jetzt die Broschüre "Im Takt? - Gestaltung von flexiblen Arbeitszeitmodellen" veröffentlicht. Sie stellt nicht nur 15 Arbeitszeitmodelle im Überblick vor, sondern verdeutlicht auch Sinn und Ziele des Arbeitszeitschutzes.
Angesichts der drei Makrotrends Globalisierung, demographische Entwicklung und Wertewandel wird sich die Flexibilisierung der Arbeitszeit noch stärker verbreiten. Doch Flexibilisierung bedeutet nicht bloße Abweichung vom Normalarbeitstag. Vielmehr lassen sich flexible Arbeitszeiten durch eine ständige Anpassung der Arbeitszeit an den betrieblichen Bedarf und / oder die Wünsche der Mitarbeiter kennzeichnen. Hier können die Erwartungen recht unterschiedlich ausfallen. Während die Unternehmen flexible Arbeitszeiten zumeist mit einer besseren Anpassung der Personalstärke an die Auftragslage, mehr Effizienz und einer besseren Wirtschaftlichkeit verbinden, erhoffen sich die Beschäftigten mehr Zeitsouveränität, um Privatleben und Beruf besser zu vereinbaren.
Damit jedoch beide Parteien von flexiblen Arbeitszeiten profitieren, bedarf es einer guten und menschengerechten Gestaltung der Arbeitszeit, die auch die Wünsche der Beschäftigten berücksichtigt. Dazu beginnt die Broschüre mit einer Übersicht über die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Zugleich fasst sie den Erkenntnisstand über die gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen flexibler Arbeitszeitmodelle zusammen. Anhand eines Modells veranschaulicht die Broschüre die notwendigen Schritte, die ein Unternehmen bei der Einführung eines neuen Arbeitszeitmodells berücksichtigen sollte. Abschließend stellt die neue Quartbroschüre insgesamt 15 flexible Arbeitszeitmodelle im Überblick vor. Nach einer kurzen Definition geht der Ratgeber auf die Voraussetzungen für die Einführung des Modells ein und erläutert dessen Vor- und Nachteile. Es folgen rechtliche Hinweise, Gestaltungsempfehlungen und Beispiele, die erfolgreiche betriebliche Umsetzungen vorstellen. Hinweise auf weiterführende Informationen im Internet und eine Literaturliste schließen die Broschüre ab.
Die kostenlose Broschüre "Im Takt? - Gestaltung von flexiblen Arbeitszeitmodellen" des Informationszentrums der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin kann ganz einfach
hier per E-Mail bestellt werden.
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