Voller Erfolg die >Haustec< im Messezentrum Salzburg. Foto: Reed Exhibitions
Die Dusch- und Badewannenkombination von Artweger. Foto: Reed Exhibitions
Geberits Hy Tronic 87 überzeugte durch ihr Design auf der >Haustec< .
Am Prüfstand im Hovalwerk Vaduz wurden Versuche mit Bioheizöl durchgeführt und jetzt konnte der Ölbrennwertkessel für die Verbrennung von Bioheizöl in Salzburg gezeigt werden.
Viele interessante Fachgespräche konnten auf der neuen Messe geführt werden. Foto: Reed Exhibitions
Der Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien hat die bewährte, bislang in Wien angesiedelte >Aquatherm< und die >Power Days Salzburg< unter der neuen Dachmarke >Haustec< vereint und auf diese Art die Basis für die Entwicklung einer ganzheitlichen interregionalen Fachmesseplattform für alle Sparten der Energie-, Raum- und Gebäudetechnik mit den Zukunftsthemen Sicherheit, Vernetzung und Betrieb geschaffen. Rund 300 Direktaussteller belegten neun Hallen des Messezentrum Salzburg.
In der Summe passierten exakt 11.717 Fachbesucher die Tore. Davon sind laut Eintrittsbelegen rund 9.800 primär dem Bereich >Aquatherm< und ca. 1.900 den >Power Days< zuzurechnen. Erfreulich war die Tatsache, dass laut Befragung im Schnitt 90 % der Fachbesucher abseits ihres Hauptinteresses auch den jeweils anderen Messebereich frequentierten. Für Direktor Johann Jungreithmair, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions Messe Wien, lässt sich auf dieser ersten Bilanz gut aufbauen: „Die Kombination der >Aquatherm mit Entspannungswelt Bad/Wellness< mit den >Power-Days Salzburg< hat sich als richtig erwiesen. Nicht nur aufgrund der starken Synergien für die Fachbesucher, sondern auch im Hinblick auf die Wahl Salzburgs als zentral im Alpen-Donau-Raum gelegenen Standort. Aussteller wie Fachbesucher haben sich sehr zufrieden mit der Infrastruktur des Messezentrums gezeigt, Konzept und Struktur der neuen Fachmesse machen Sinn. Österreichs Fachmessestandort Nummer 1 hat mit der >Haustec< ein starkes Messethema dazu gewonnen. Das ist auch ein starkes Signal für die Eigentümer des Messezentrums – Stadt, Land und Wirtschaftskammer Salzburg –, weiterhin nachhaltig in die Messe-Infrastruktur zu investieren.“
Laut Befragungsergebnissen war die >Aquatherm mit Entspannungswelt Bad/Wellness< für 84,1 Prozent der Besucher Hauptmotivator zum Besuch der >Haustec<, 15,9 Prozent kamen in erster Linie wegen der >Power-Days<. Mehr als die Hälfte der Besucher gab an, keine der beiden Fachmessen zuvor besucht zu haben, also zum ersten Mal zum Besuch motiviert worden zu sein. Dazu zählt auch das international renommierte Architekturbüro Atelier Burgstaller aus Salzburg Stadt. Architekt Volkmar Burgstaller: „„Die >Haustec< hat angebotsmäßig die relevanten Haustechnik-Sparten abgedeckt. Als Architekt, der großen Wert auf neueste, zukunftsorientierte Technik legt und unseren Bauherren wirtschaftliche Problemlösungen und ästhetisch ansprechende Detaillösungen anbieten will, musste ich bisher deutsche Fachmessen besuchen. Ich bin begeistert, dass es nun eine übergreifende Plattform mit einem breiten Informations- und Leistungsangebot auch in Österreich gibt.“
Klares Ja zur Dachmarke >Haustec< Eindeutig ist das Votum zugunsten des Standortes Salzburg und für die neue Dachmarke >Haustec< ausgefallen: 94,2 Prozent der befragten Fachbesucher bejahten die Wahl Salzburgs, und 81,2 Prozent stimmten der Zusammenführung der beiden Themen unter einem Dach zu. Anhand der Besucherstatistik wird weiters deutlich, dass neun von zehn Fachbesuchern beide Fachthemenbereiche frequentierten, sowohl die >Aquatherm mit Entspannungswelt Bad/Wellness< als auch die >Power-Days Salzburg<.
Bei den Befragungen zeigten sich 85,4 Prozent mit der >Haustec< insgesamt zufrieden (Schulnoten 1 und 2), gleich viele qualifizierten die Messe als repräsentativ für die Branche, und nur knapp weniger (81,5 Prozent) äußerten die Ansicht, dass die Bedeutung und die Relevanz der >Haustec< in Zukunft weiter zunehmen werde. 91,8 Prozent wollen die neue Fachmesse als Informationsplattform weiterempfehlen, und 86,8 Prozent erklärten spontan, auch die nächste >Haustec< im Jahre 2009 besuchen zu wollen. 80 Prozent der Befragten sehen die >Haustec< als Treffpunkt und hervorragende Gelegenheit zur Kontaktpflege. Neun von zehn Befragten erklärten, während der drei Tage der Fachmesse alle wichtigen Aussteller vorgefunden zu haben; ebenso viele goutierten den Termin kurz nach der ISH.
Wie die Umfrage erkennen lässt, standen die Themen Installationstechnik und Zubehör (66,9 %) sowie Heizung und Energietechnik (61,7 %) im Vordergrund des Besucherinteresses, nahezu gleichauf gefolgt von den Bereichen Entspannungswelt Bad/Wellness sowie Kälte/Klima/Lüftung (jeweils ca. 34 %).
DIE TECHNISCHEN NEUHEITEN Klare Formen und intelligente Elektronik in der „Wellness-Oase Bad“ Für die „Wellness-Oase Bad“ zeigten die Aussteller bei der >Haustec 2007< ihr aktuelles Armaturen-Programm. Geberit präsentierte eine neue elektronische Waschtischarmatur in geradlinigem Design. Im Inneren verbirgt sich eine völlig neu entwickelte Elektronik für hohe Betriebssicherheit und intelligente Steuerung des Wasserlaufs inklusive eines Hygienespülprogramms.
Bei Gustav Schmiedl war die brandneue Serie Esprit zu sehen, eine elegante und schlichte Armatur für Bad und Küche. Das neue Programm ist als Einhebelarmaturen-Serie komplett und reicht vom Waschtisch, Bidet, Wanne, Dusche über das Brauseprogramm bis hin zu Unterputzlösungen, welche sich mit dem Thermostat ergänzen.
Aus der von Grohe Anfang Februar veröffentlichten „Grohe-Duschstudie 2007“ geht hervor, dass dreiviertel der Österreicher „Warmduscher“ und echte Duschfans sind. Dieser durch die intensive Vorarbeit gewonnenen Erkenntnis ist es zu verdanken, dass der Trend zum Duschen mit einem breiten Sortiment an vielfältigen Duschköpfen, die für das Duscherlebnis auch zu Zweit ausreichend Platz bieten, im neuen Produktprogramm von Grohe voll zur Geltung kommt. Die neuen Minimalist-Armaturen bieten sehr leichtgängige Bedienelemente, die Wasserfluss und Temperatur absolut präzise regelbar machen und damit auch Wasser sparen helfen. Ebenfalls am Stand zu sehen war die neue K4-Design Küchenarmatur.
Klare Formen, minimalistisches Design und schlichte Eleganz prägen die Pureline von Artweger. Nach der Dusch- und Badewannen-Kombination Twinline ist die Pureline ein weiteres Produkt, das Design und Technik auf kreative Weise verbindet. Ein wesentliches Charakteristikum des neuen Programms ist das konsequente Verdecken aller Funktionselemente. Kein Scharnier bleibt sichtbar, keine Dicht- oder Magnetleisten stören die Geradlinigkeit und Klarheit der Optik. Hinter dem ästhetischen Akzent verbirgt sich auch eine technische Innovation: Erstmals präsentierte Artweger eine Dusche mit höhenverstellbarer Tür. Diese Justiermöglichkeit erlaubt eine besonders niedrige Schwallleiste und somit einen praktisch barrierefreien Eintritt in die Dusche.
Wasserhygiene: appetitlich, hell und klar Betreiber, Nutzer und Hygienebeauftragte für Hausinstallationen wissen um die Probleme bezüglich der Trinkwasserqualität. Trinkwasser sollte appetitlich sein und zum Genuss anregen. Es muss farblos, klar, kühl, einwandfrei in Geruch und Geschmack und keimarm sein. Zur Einhaltung dieser Anforderungen für das kostbare Trinkwasser bis zur Entnahmestelle stellte Kemper sein neues Hygienesystem vor zur Prävention und Kontrolle für kaltes und warmes Trinkwasser.
Einen innovativen Ansatz zur Wasseraufbereitung zeigte auch der Salzburger Hersteller Visades, um das Trinkwasser von Mikroorganismen und Krankheitserregern zu reinigen. Man nutzt zu dieser natürlichen Trinkwasserdesinfektion die Kraft der Sonne. Das Wasser wird dabei mit UV-Licht (254 Nanometer Lichtwellenlänge) bestrahlt, wodurch Bakterien, Hefen oder Viren inaktiviert werden. Die Desinfektion erfolgt im Durchlaufverfahren, die UV-Desinfektionsanlage wird einfach am Beginn des Rohrleitungsnetzes integriert. Ein Sensor überwacht laufend den Fortschritt der Desinfektion bis zur geforderten Trinkwasserqualität. Diese Methode ist absolut geschmacksneutral, es verbleiben keine Rückstände im Wasser und die Desinfektionsleistung ist nach Angaben des Herstellers wissenschaftlich nachgewiesen.
Heizung- und Energietechnik: Erneuerbare Energien im Vormarsch Neben Brennwertsystemen für fossile Brennstoffe standen zur >Haustec 2007< Heizungssysteme für Erneuerbare Energien im Vordergrund. Auf Grund der optimalen Energieausnutzung und schadstoffarmen Verbrennung ist der Brennstoff Öl sehr umweltschonend und wird daher auch weiterhin seine Bedeutung als Energieträger für Heizungen behalten.
Bei der >Haustec 2007< zeigte Hoval seinen neuen Öl-Brennwertkessel für die Verbrennung von Bioheizöl. Mit diesem Öl-Brennwertkessel ist das Verfeuern von herkömmlichem Heizöl weiterhin genauso möglich, wie der Betrieb mit Bioheizöl in jeder beliebigen Mischung.
KWB zeigte seine neuen Biomasse-Systeme in Form von Pelletheizung, Stückholzheizung und als kombinierte Hackgut-/Pelletheizung, Die verschiedenen Leistungsgrößen von 10 bis 300 kW machen die Systeme flexibel und modular einsetzbar für die Wärmeversorgung von Einfamilienhäusern bis hin zu größeren Gebäuden, Gewerbebetrieben oder auch regionalen Nahwärmenetzen. Der Betreuungsaufwand des Heizsystems sei laut Anbieter sehr gering, lediglich ein- bis zweimal im Jahr muss der fahrbare Aschebehälter entleert werden. Auch die Bedienung für den Anwender ist relativ einfach, wovon man sich bei der >Haustec 2007< selbst überzeugen konnte: Mit nur zwei Knöpfen und einem Drehrad werden sämtliche Einstellungen auf dem selbsterklärenden Grafikdisplay menügeführt vorgenommen. Auch die Bedienung vom Wohnraum aus ist möglich – man entnimmt ganz einfach die Bedieneinheit aus der Heizung, der lästige Gang in den Heizkeller entfällt. Absolut neu: Steuern per Handy via SMS sowie die Visualisierung und Fernwartemöglichkeit über PC.
Ganz neu im Programm hat Vaillant einen Pelletheizkessel in drei Nennwärmeleistungsbereichen von 3,4 bis 30 kW. Der „renerVIT“ ist für das Unternehmen ein erster Schritt in den Markt für Biomasse, den man in den kommenden Jahren konsequent weiter ausbauen will.
EnergyCabin ist ein Anbieter von umweltfreundlichen Energielösungen für private und öffentliche Bereiche. Die EnergyCabin ist ein vollständig in sich geschlossenes Heizsystem, welches Solarenergie mit Holzpellettechnologie kombiniert. Sie wird an bereits bestehende Heizsysteme (z.B. Heizkörper, Fußbodenheizung) angeschlossen und kann dadurch derzeit vorhandene Kessel (Gas, Öl etc.) vollständig ersetzen. Im Inneren der EnergyCabin sorgen ein vollautomatischer Pelletkessel und ein Pufferspeicher dafür, dass Wärme für das Heizsystem und Warmwasser jederzeit zur Verfügung stehen. Die Effizienz sei laut Anbieter mit „92 Prozent bemerkenswert, womit der Anwender seine Heizkosten um bis zu 50 Prozent senken kann.“ Die „Energiekabine“ lässt sich für größere Einfamilienhäuser, Sportzentren, Schulen oder Hotels wirtschaftlich einsetzen.
„Die Sonne schickt uns keine Rechnung!“. Nach diesem Motto präsentierte Solarfocus seine aktuellen Hochleistungs- und Flachkollektoren. Allerdings sind die Solaranlagen keineswegs kostenlos, doch sind die Anschaffungskosten getätigt, liefert die Sonne das ganze Jahr über Energie frei Haus. Damit können Solaranlagen die komplette Warmwasserbereitung übernehmen und zusätzlich auch die Heizung unterstützen.
Ein „Raumwunder“ war am Stand von Rotex zu sehen, eine neue GasSolarUnit, die völlig neue Maßstäbe in Punkto Raumausnutzung und Platzverbrauch setzen soll. Auf einer Grundfläche von 60 x 60 cm ist die gesamte Heizzentrale untergebracht. Inklusive Warmwasserbereitung und 280 Liter Solarspeicher. „Kompakter geht es wirklich nicht mehr“, meint der Anbieter.
Beleuchtungstechnik: Energiesparlampen – gut für Geld und Umwelt Hohe Lichtqualität und Vielfalt standen im Bereich Beleuchtungstechnik auf dem Programm der >Haustec<-Aussteller. So zeigten Osram und Philips Licht ihre neuen Energiesparlampen, die formschön und lichtstark in unterschiedlichen Designs verfügbar sind. Die Lampen passen in die gebräuchlichen Gewinde und geben ein warm-gelbes oder klar-weißes Licht. Damit signalisieren die Anbieter eine bevorstehende Ablöse der klassischen Glühlampe, die eine sehr geringe Energieeffizienz aufweist, weil 95 Prozent der Energie als Wärme abgegeben werden und nur 5 Prozent für Licht. Die aktuellen Energiesparlampen verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Strom und halten bis zu 15 Mal länger als eine herkömmliche, klassische Glühlampe – und das bei gleicher Lichtmenge. Der höhere Anschaffungspreis einer Energiesparlampe soll sich nach Angaben der Hersteller bereits nach einem Jahr amortisiert haben. Und bei Osram rechnet man, dass sich mit einer Longlife Energiesparlampe über die gesamte Lebensdauer von rund 15 Jahren insgesamt eine Megawattstunde Strom und damit eine halbe Tonne CO2-Emissionen einsparen lässt. Bei Philips Licht sieht man mit seinen energieeffizienten Lichtlösungen ein Einsparpotenzial von 20 bis 40 Prozent bei Strom, CO2 und Kosten.