Die Deutsche Schule Santiago de Chile hat zusammen mit der Schüco International KG und der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) eine Solarthermieanlage auf der Deutschen Schule in Santiago de Chile eingeweiht.
Die solarthermische Anlage mit 18 Kollektoren wurde in das Dach der Sporthalle integriert und direkt in die Warmwasserbereitung eingebunden. Foto: Schüco
Mit ihrem 2004 ins Leben gerufenen „Solardachprogramm“ bietet die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) deutschen Solarenergie-Unternehmen umfangreiche Unterstützung bei der Erschließung von Auslandsmärkten an. Solarthermie- und Photovoltaikanlagen werden dabei öffentlichkeits- und werbewirksam auf deutschen Auslandsschulen oder Einrichtungen installiert und durch Aktivitäten im PR-, Marketing- und Schulungsbereich umfassend begleitet. Eines dieser sogenannten Leuchtturmprojekte hat die Firma Schüco jetzt zusammen mit der dena in Chile umgesetzt.
Auf dem Dach der Sporthalle der Deutschen Schule in Santiago de Chile wurde die erste solarthermische Anlage zur Brauchwassererwärmung im Rahmen des dena-Programms "Solardächer auf deutschen Schulen und Einrichtungen im Ausland" errichtet. Der Betrieb der Anlage ist mit einer Informationskampagne zur Solarenergienutzung sowie Schulungen für Vertriebspartner verbunden und wirbt vor Ort für die Qualität und Zuverlässigkeit von Solartechnologie "made in Germany". Die Demonstrations- und Referenzanlage unterstützt zusammen mit den Informations- und Marketingmaßnahmen den Markteinstieg der Schüco International KG in Chile.
Das Thema Energie spielt in Chile eine große Rolle, denn der Energiebedarf des auf Energieimporte angewiesenen Landes kann schon heute nicht mehr ausreichend gedeckt werden. Das Nachbarland Argentinien, einzige Erdgasquelle Chiles, hat seine Lieferungen erheblich zurückgefahren.Lösungen bieten die Erschließung von Energieeffizienzpotenzialen und der verstärkte Einsatz von Erneuerbaren Energien. Wie gut sich diese Lösungsansätze verbinden lassen, zeigt das Beispiel mit der Deutschen Schule Santiago: Schüco optimierte die Warmwasserbereitung für die Sporthalle durch gezielte Energieeffizienzmaßnahmen, der verbleibende Energiebedarf für die Warmwasserbereitung wird zum Großteil mit einer Solarthermieanlage gedeckt.
"Regenerative Energien und Energieeffizienz sind wichtige Säulen für die zukünftige Energieversorgung in Chile", betonte Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena). Das starke Wirtschaftswachstum und der damit zunehmende Energiebedarf führten zu einer hohen Abhängigkeit des Landes von Erdgasimporten. Regierung, Wirtschaft und Industrie setzen daher verstärkt auf eine Diversifizierung des Energiemixes und insbesondere auf erneuerbare Energien.
"Der rasant steigende Energie-Bedarf der Zukunft - ob in Chile oder in Deutschland - wird nur aus einem Mix der vorhandenen mit klimaneutralen, unerschöpflichen Energieträgern zu erreichen sein. Energy² ist die Chance, durch den kombinierten Ein-satz moderner Fenster- und Fassadensysteme mit Solartechnik in doppelter Weise zu profitieren - nämlich Energie einzusparen und zugleich Energie zu gewinnen", erläutert Dirk U. Hindrichs, geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Schüco International KG, das Engagement.
Nahezu der gesamte Warmwasserverbrauch (täglich ca. 2.500Liter) der Deutschen Schule erfolgt über die Duschen der Sporthalle. Die solarthermische Anlage mit 18 Kollektoren und einer Gesamtbruttofläche von knapp 50 Quadratmetern wurde daher in das Dach der Sporthalle integriert und direkt in die Warmwasserbereitung eingebunden. Die Jahressimulation der Schüco International KG geht von einer jährlichen Einsparung von über 2.500 Kubikmetern Erdgas und einem jährlich vermiedenen CO2-Ausstoss von rund sechs Tonnen aus.