Am 05. Mai 2007 waren Fachgroßhandel und Fachhandwerk zum dritten Mal aufgerufen, sich und ihre Ausstellungen im Rahmen des bundesweiten Aktionstages „Neue Bäder erleben“ dem privaten Publikum zu präsentieren.
Die Intensität der Endverbraucher-Gespräche und -Beratungen während des Bad-Aktionstages 2007 war tendenziell stärker als in den Vorjahren. Foto: VDS
Eine erste Sofort-Auswertung durch die eigenen Vor-Ort-Recherchen und direkt nach der Veranstaltung eingetroffenen Praxisberichte nahm der Bonner Dachverband VDS vor. In seinem vorläufigen Fazit wies Geschäftsführer Jens J. Wischmann u. a. auf die Notwendigkeit hin, quantitative und qualitative Bewertungsmaßstäbe gleichermaßen zu berücksichtigen. Sein Statement im Wortlaut: „Obwohl die Zahl der von uns registrierten und im Internet unter www.gutesbad.de erfassten Badausstellungen mit rund 350 leider deutlich unter dem Vorjahresniveau lag, war der Bad-Aktionstag erneut ein flächendeckendes Ereignis im ganzen Bundesgebiet. Etwa 85 % der geöffneten Schau- und Informationsräume entfielen auf den Großhandel und ca. 15 % auf das Handwerk. Diese Relation entsprach fast exakt den Kennziffern aus 2005 und 2006. Die Gründe dafür und für die insgesamt rückläufige Ausstellungszahl sind vielschichtig. Sie werden u. a. in unserem offiziellen Schlussbericht, der nach der Auswertung der natürlich wieder durchgeführten umfassenden Teilnehmerumfrage Ende Juni 2007 vorliegt, genauer analysiert.
So weit wir das bereits unmittelbar nach dem Veranstaltungstag einschätzen können, dürfte die quantitative Besucherresonanz leicht geringer gewesen sein. Dagegen zeigten die spontanen Reaktionen ‚von der Front’ in qualitativer Hinsicht ein durchaus erfreuliches Bild. Die Intensität der Gespräche und Beratungen war danach zum Teil sogar signifikant besser als in den Vorjahren. Das heißt im Klartext: Konkrete Badinvestitions-Pläne der Verbraucher bildeten offenkundig ein starkes Motiv für den Ausstellungsbesuch. Das trifft z. B. auf die ‚50plus-Generation’ zu, die den Tag häufig zur gezielten Information nutzte.
Schon das rechtfertigt die Aussage, dass auch die dritte Realisierung der Branchenoffensive per saldo als Erfolg einzustufen ist. Das direkte Feedback eines nordrhein-westfälischen Handwerkers, der am 05. Mai mit seinen Mitarbeitern an insgesamt fünf Standorten mitwirkte, sollte nicht zuletzt Skeptikern Mut machen. Er meldete bereits am Montag nach der Veranstaltung die ‚für uns bisher beste Aktionstag-Bilanz’. Sein Team vereinbarte danach u. a. insgesamt 13 feste Aufmaßtermine für die Folgewoche und verkaufte ein Ausstellungsbad quasi aus dem Stand heraus. Außerdem muss man, so sein eindringliches Plädoyer, die Beteiligung an dem Aktionstag unter mittel- und langfristigen Aspekten sehen.
Diese Praxisstimme bestätigte erneut, was die VDS schon 2005 und 2006 zum Ausdruck brachte: Letztlich entscheidet das individuelle Engagement der Betriebe über ihren Erfolg. Unabhängig von den überregionalen PR-Aktivitäten des Verbandes kann das zentral angebotene umfangreiche Aktionsmittel-Paket immer nur den Rahmen schaffen. Es bleibt dabei, dass die ‚Musik’ vor Ort spielen muss. Positive Kooperationsinitiativen von Großhandel und Handwerk zeigen, dass sich eine Menge bewegen lässt. Zum Nulltarif allerdings ist das nicht zu haben.
Auch für 2007 gilt daher: Das ‚Bad vom Profi’ in der Öffentlichkeit populär zu machen und dabei die Badausstellungen in den Fokus zu rücken, ist und bleibt eine permanente Aufgabe. Deshalb kann das Motto für 2008 mit Blick auf den Bad-Aktionstag eigentlich nur lauten: Auf ein Neues. Mit hoffentlich wieder höheren Teilnehmerzahlen, mit vielleicht größeren nationalen Budgetmöglichkeiten und last but not least mit einer konsequenteren brancheninternen Kommunikation. Man muss den gemeinsamen Erfolg eben einfach wollen.“