Der enercity-Fonds proKlima rückt mit seinen Aktivitäten immer stärker überregional und sogar international in den Blickpunkt.
Gibt Einblick in die umfangreiche Arbeit von proklima - der Geschäftsbericht 2006.
„Wir bringen unser Know-how zusehends in bundes- sowie europaweit relevante Projekte ein“, sagt Matthias von Oesen, neuer Leiter der Geschäftsstelle proKlima. So habe die KfW-Förderbank von proKlima ausgearbeitete Kriterien in das neue CO2-Gebäudesanierungsprogramm übernommen. Zudem arbeitet der enercity-Fonds bei EU-Projekten mit, die Effizienztechniken weiterentwickeln.
Die regionalen Förderprogramme im Raum Hannover, mit denen proKlima zum Beispiel die Heizenergie-Einsparung in Alt- und Neubauten unterstützt, sind weiter ein fester Baustein des Klimaschutzfonds. 2006 erlebte proKlima eine bisher nie dagewesene Nachfrage. Von 1998 bis 2006 bewilligte proKlima bereits mehr als 13.000 Förderanträge und zahlte rund 35 Millionen Euro Fördergelder aus. Der jetzt erschienene proKlima-Jahresbericht 2006 informiert über aktuelle Projekte und die Bilanz des enercity-Fonds.
Im Jahr 2006 verzeichnete der enercity-Fonds proKlima eine enorme Nachfrage bei seinen Breitenförderprogrammen. Sowohl der Altbauetat in Höhe von 2,2 Millionen Euro als auch das Neubauförderbudget von 450.000 Euro wurden komplett ausgeschöpft. Zudem musste proKlima die Förderung von 176 Altbau-Anträgen und 34 Neubau-Anträgen auf das Jahr 2007 verschieben. Gründe für die große Resonanz waren das hohe Energiepreisniveau, die bevorstehende Mehrwertsteuererhöhung sowie die durch die proKlima-Förderpolitik gesetzten Impulse.
Im Solarwärme-Förderprogramm bewilligte proKlima im Jahr 2006 insgesamt fast 300.000 Euro und damit 20 Prozent mehr Fördergelder als im Vorjahr. Die Fördersummen in den Schul- und Vereinsgebäudeprogrammen beliefen sich 2006 in etwa auf dem Vorjahresniveau. Insgesamt flossen 3,2 Millionen Euro in die proKlima-Breitenförderprogramme. Im letzten Jahr unterstützte proKlima erneut herausragende Einzelprojekte. So erstmals den Bau von zwei Geschäftszentren sowie eines Altenheims im Passivhausstandard. Außerdem bezuschusste der enercity-Fonds den Ausbau von Nah- und Fernwärmenetzen. Insgesamt stellte proKlima für diese Einzelprojekte und Sonderförderbereiche im vergangenen Jahr rund 2 Millionen Euro bereit.
71.000 Tonnen CO2 jährlich vermieden Gemeinsam vermeiden alle von proKlima im Zeitraum 1998 bis 2006 geförderten Projekte den Ausstoß von jährlich circa 71.000 Tonnen Kohlendioxid. Im Vergleich dazu: Damit ein junger Wald diese Menge des Treibhausgases in einem Jahr binden kann, muss er 13.000 Hektar groß sein. Diese Fläche entspricht etwa 20-mal der Größe des hannoverschen Stadtwaldes Eilenriede.
Internationales Interesse proKlima setzt mit seiner Beteiligung an EU-Projekten und Expertengremien Akzente, die weit über das eigentliche Fördergebiet hinausreichen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist die Mitarbeit beim EU-Projekt „Promotion of European Passive Houses“ (PEP). „Durch die über PEP geknüpften Kontakte kommen immer wieder internationale Expertengruppen zu uns, um sich über die zahlreichen Passivhäuser in der Region Hannover zu informieren“, berichtet proKlima-Chef von Oesen. Die nächste Exkursion steht unmittelbar bevor: Am 21. und 22. Mai 2007 empfängt proKlima erneut britische Fachleute zu einer „Passivhaus Study Tour“.
Seit Dezember 2006 ist der enercity-Fonds zudem Partner des EU-Projektes „Energy + Pumps“, das zum Beispiel die Effizienz von Heizungs-Umwälzpumpen in Kombination mit Gas-Brennwertkesseln steigern will. Darüber hinaus ist proKlima bereits seit April 2005 als regionaler Partner der Deutschen Energie-Agentur (dena) für das Modellprojekt „Niedrigenergiehaus im Bestand“ aktiv.
Ein besonderer Höhepunkt des Jahres 2006 war die 10. Internationale Passivhaustagung. Der enercity-Fonds proKlima hatte die renommierte Veranstaltung nach Hannover geholt und organisierte sie gemeinsam mit dem Passivhaus Institut (Darmstadt) sowie der Klimaschutzagentur Region Hannover. Mehr als 600 Experten aus 31 Ländern nahmen teil – rund 7.000 Besucher informierten sich auf der parallel stattfindenden Passivhaus-Ausstellung.
Wer sich für den proKlima-Jahresbericht 2006 interessiert, kann diesen
hier im Internet als PDF-Datei herunterladen.