Stürme, Überschwemmungen, Dürre, Verwüstung – der Klimakiller CO2 schlägt unbarmherzig zu. Auch Ostbayern bleibt nicht verschont: Sturzbachartige Regenfälle machen die Flüsse zu reißenden Strömen. Extreme Trockenheit vernichtet die Ernten.
Während die große Politik den Klimawandel diskutiert, krempelt man in Ostbayern die Ärmel hoch: BEO – Bündnis Energieautarkes Ostbayern will Ostbayern zu einer Vorbildregion bei der intelligenten Nutzung von Energie ausbauen.
Wie wäre es, wenn ganz Ostbayern sich selbst mit Energie versorgen könnte? Wenn der Strom- und Gaspreis nicht vom Streit um russische Gaspipelines abhängen würde? Wenn Ostbayern mit erfolgreichen, innovativen Unternehmen und Projekten eine Vorzeigeregion im Bereich erneuerbare Energien werden würde? Genau diese Fragen haben sich ostbayerische Vereine, Firmen und Privatpersonen gestellt und damit BEO ins Leben gerufen.
Energiefibel berät BürgerDie Grundidee von BEO lautet: energieeffizientes Verhalten mit dem Ausbau regenerativer Energien verbinden. Alle Bürgerinnen und Bürger Ostbayerns sowie die ostbayerischen Unternehmen sind eingeladen, bei BEO mitzumachen – und zwar jeder nach seinen Möglichkeiten. Als gemeinnützige GmbH verfolgt BEO keine wirtschaftlichen oder politischen Interessen. BEO möchte keine Vorgaben aufstellen, sondern gemeinsam mit allen Interessierten die besten Möglichkeiten für effizienten Energieeinsatz und Energieautarkie in Ostbayern entwickeln. Als Informationsplattform dient die BEO Homepage (
www.beo-ostbayern.de). Zudem wird am Samstag, dem 9. Juni, die BEO-Energiefibel an 750 000 ostbayerische Haushalte verteilt und kann zudem kostenlos über die BEO Homepage angefordert werden.
Mit dieser Energiefibel kann man herausfinden, wie sich durch energiebewusstes Verhalten der CO2 Ausstoß im Alltag vermindern lässt. Ob Energiesparlampe statt herkömmlicher Glühbirne oder eine defensive Autofahrweise: Jeder kann mitmachen! Und das geht ganz einfach. Es gibt bei BEO eine „Währung“: die BEO-Punkte. Mit jedem erreichten BEO-Punkt verhindert man 19 kg CO2-Ausstoß pro Jahr. Wer zum Beispiel fünf Glühbirnen durch Energiesparlampen ersetzt, der sammelt im Laufe eines Jahres 17 BEO-Punkte. Damit das Sammeln Spaß macht, kann man auch etwas gewinnen: Unter allen teilnehmenden Haushalten wird einmal pro Monat ein Fahrrad verlost und einmal jährlich gibt es ein Jahr lang kostenlosen Ökostrom für die ganze Familie zu gewinnen. Auf der BEO Internetseite informiert das „BEO-Meter“ über den aktuellen Stand der CO2 Reduktion in Ostbayern.
BEO-Auftaktveranstaltung in Regensburg Jeder kann zum Klimaschutz beitragen, ohne auf Komfort verzichten zu müssen. BEO will sowohl den Bürgern als auch den ostbayerischen Unternehmen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Experten präsentieren Vorschläge für mehr Energieeffizienz und stellen energieautarke Lösungen vor. Alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle ostbayerischen Unternehmen sind herzlich eingeladen zu der
BEO-Auftaktveranstaltung am 10. Juni auf dem Regensburger Haidplatz. Zwischen 15 und 18 Uhr erfährt man zum Beispiel, wie aus Quarzsand eine Solarzelle entsteht oder Wind in Strom umgewandelt wird. Der Journalist und Umweltaktivist Franz Alt (von 1972-1992 Leiter und Moderator des politischen Magazins „Report“; unter anderem mit dem Bambi, dem Grimme Preis und dem Innovationspreis 2006 ausgezeichnet) informiert in einer Rede über die Bedeutung des Klimaschutzes. Beim Klimaschutz sind übrigens nicht nur die Großen gefragt: Die Kinder lernen beim Kinder-Mitmachtheater „Herr Durchzug und die Energiediebe“ spielerisch den bewussten Umgang mit Energie. Nach der Auftaktveranstaltung informiert das BEO-Mobil die Bürger in 13 ostbayerischen Städten über Klimaschutz und erneuerbare Energien.
Die Energiefibel steht
hier zum Download bereit. Weitere Informationen zu Beo gibt es auf der BEO-Website
www.beo-ostbayern.de.