Die Zahl der Internet-Nutzer wird in diesem Jahr weltweit um hundert Millionen Menschen steigen, von gut 1,13 Milliarden auf rund 1,23 Milliarden. Die Online-Community hat sich innerhalb von fünf Jahren verdoppelt.
Die Entwicklung der Internet-Nutzer weltweit - Quelle: BITKOM
Die Entwicklung der Internettarife - Quelle: BITKOM
2002 nutzten nur etwas mehr als 600 Millionen Menschen das Netz. Damit ist beinahe jeder fünfte Erdenbürger online. Voraussichtlich Ende 2010 wird die Grenze von 1,5 Milliarden Nutzern überschritten. Hinzu kommen Handynutzer, die über ihren Mobilfunkanschluss ins Internet gehen. Das stärkste Wachstum findet dabei außerhalb Europas, Japan und den USA statt. 2010 werden die meisten Internet-Nutzer nicht mehr in diesen drei Regionen sitzen. Dies ergab eine Studie des europäischen Marktforschungsinstituts EITO im Auftrag des BITKOM.
„Die weltweite Erfolgsgeschichte des Internet geht weiter“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Insbesondere die vermeintlich wenig technisierten Länder holen stark auf“. So wächst die Zahl der Internet-Nutzer in Europa zwischen 2005 bis 2010 voraussichtlich um durchschnittlich 6,6 Prozent im Jahr von 278 Millionen auf 383 Millionen. In den USA steigt die Zahl im gleichen Zeitraum um durchschnittlich 5 Prozent pro Jahr von 209 Millionen auf 266 Millionen, in Japan um 4,2 Prozent von 77 Millionen auf 95 Millionen Personen. Die Zahl der Internet-Nutzer in den übrigen Ländern legt demgegenüber im Schnitt um 9,8 Prozent pro Jahr zu – von 473 Millionen auf voraussichtlich 757 Millionen Menschen. Das weltweite Wachstum wird in diesem Zeitraum bei 7,7 Prozent im Jahr liegen.
Laut BITKOM wird dabei die Nutzung des Internet immer preiswerter und gleichzeitig auch noch immer schneller. Im Durchschnitt haben sich die Preise in Deutschland seit dem Jahr 2000 mit einem Rückgang um 47 Prozent nahezu halbiert. Allein in den vergangenen zwölf Monaten sanken die Internettarife um 5 Prozent. Wer regelmäßig im Internet surft, profitierte noch stärker. Die Preise für Vielnutzer verringerten sich im gleichen Zeitraum um 7 Prozent. „Die Anbieter haben gerade die nächste Preisrunde eingeläutet“, sagt BITKOM-Vizepräsident Prof. Jörg Menno Harms. „Der intensive Wettbewerb, neue Tarifmodelle sowie technologische Innovationen lassen die Preise fallen.“ Der Trend gehe zu Pauschaltarifen, die mehr Klarheit in die Tarifstruktur bringen. Harms: „Mit Flatrates bekommen die Kunden mehr Leistung für weniger Geld.“ Das sei in der Preisstatistik noch gar nicht ausreichend erfasst. Grundlage der Berechnungen ist die Entwicklung der Verbraucherpreisindizes für die Internetnutzung des Statistischen Bundesamts.
Internetzugänge per DSL oder Kabel sind bis zu 1000mal schneller als analoge Anschlüsse. Fast 40 Prozent aller deutschen Haushalte verfügen zurzeit über einen Breitbandzugang, zur Jahresmitte 2008 wird es jeder Zweite sein.