Der ifo Geschäftsklimaindex für die gewerbliche Wirtschaft hat sich im Juni verschlechtert. Die befragten Unternehmen beurteilen ihre derzeitige Geschäftslage etwas weniger positiv als im Vormonat. Auch der Optimismus in ihren Geschäftserwartungen für das kommende halbe Jahr hat sich abgeschwächt.
Die Beurteilung der Geschäftslage durch die gewerbliche Wirtschaft. Quelle: ifo-institut
Beide Komponenten des Geschäftsklimas sind aber nach wie vor auf einem hohen Niveau und sprechen für eine weiterhin robuste Konjunktur. Im Bereich des
verarbeitenden Gewerbes ist der Klimaindikator nach dem Anstieg in den vorangegangenen drei Monaten im Juni gesunken. Die aktuelle Geschäftslage wird zwar nahezu ebenso positiv eingestuft wie im Mai, die Perspektiven werden aber deutlich weniger zuversichtlich eingeschätzt.
Unverändert optimistisch äußern sich die Testteilnehmer allerdings hinsichtlich ihres künftigen Exportgeschäfts. Und die Meldungen über einen geplanten Personalaufbau haben sogar etwas zugenommen.
Im Einzelhandel ist der Geschäftsklimaindex gesunken. Die Unternehmen stufen ihre aktuelle Situation ungünstiger ein, ihre Perspektiven für die kommenden sechs Monate haben sich jedoch aufgehellt. Im Großhandel hat sich das Geschäftsklima spürbar verschlechtert. Insbesondere die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, aber auch die Erwartungen haben sich abgeschwächt.
Im
Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima leicht eingetrübt. Die Umfrageteilnehmer bewerten die aktuelle Lage nahezu unverändert, während sie ihre Perspektiven ungünstiger als im Vormonat einschätzen.
Der ifo Geschäftsklima
im Dienstleistungsgewerbe ist weiterhin auf hohem Niveau. Der ifo Geschäftsklimaindikator für das Dienstleistungsgewerbe Deutschlands hat sich im Juni geringfügig verschlechtert. Die momentane Geschäftslage beurteilen die Dienstleister etwas weniger positiv als im Mai, die Zukunftsperspektiven sehen sie aber unverändert optimistisch. Beide Komponenten sind nach wie vor deutlich im positiven Bereich, was für die nächsten Monate auf eine weiterhin günstige Konjunkturentwicklung im Dienstleistungsgewerbe schließen lässt. Der Beschäftigungsaufbau dürfte sich fortsetzen.