Die Leitmesse für Solartechnik Intersolar 2007 endete mit hervorragenden Besucherzahlen und vor allem deutlichen Zuwächsen aus dem Ausland. Und doch hat diese letzte Intersolar in Freiburg auch gezeigt, dass der Weg nach München unumgänglich ist.
Enormer Besucherandrang an allen Tagen auf der diesjährigen Intersolar.
Die ästhetische Dachlösung zur solaren Stromgewinnung der Systaic AG.
Kurze Erholungspausen vom Andrang in den Hallen.
Der Conergy-Stand war schon fast eine eigene kleine Hausmesse.
Wie hier bei Oventrop waren auch die Fachinformationen der Aussteller sehr gefragt.
Solarmodule aus China fanden sich in den Leichtbauhallen.
Auch Nebenprodukte, wie der Solarkocher, zogen viel Aufmerksamkeit auf sich.
Besonders der hohe Anteil Fachbesucher begeisterte die ausstellenden Unternehmen.
Die Dünnschichtmodule der Schüco International KG.
Das letzte mal Gedränge in Freiburg - in München soll es mehr Platz für Aussteller und Besucher geben.
Im Freigelände zogen die Nachführsysteme gleich den Blick auf sich.
Der Boom der Solarbranche hat für die Intersolar in Freiburg neben den absolut erfreulichen zahlenmäßigen Rekorden – auch eine etwas unschöne Seite gezeigt. Trotz Neubaus sechs neuer Leichtbauhallen platzte die Messe aus allen Nähten, und Stadt und Messeorganisation zeigten sich zeitweilig der Anforderung nicht mehr gewachsen. Unter anderem riefen die ewig langen Staus kurz vor dem Messegelände, fehlende Parkmöglichkeiten, fehlende Taxi- und Buskapazitäten und überquellende Toilettenanlagen in den Hallen den Unmut von Ausstellern und Besuchern hervor. Das macht den Abschied von Freiburg, denn eigentlich ist er für alle Beteiligten recht schwer, wohl jetzt etwas leichter.
Angelika Schaaf, Marketingleiterin der WESTFA GmbH, zur Intersolar 2007: „Die diesjährige Intersolar hat gezeigt, dass die Branche trotz kurzzeitiger Stagnation, die wir momentan in Deutschland erleben, auf lange Sicht beste wirtschaftliche Erfolgsaussichten hat: Das Interesse an regenerativen Energien ist ungebrochen, deutsche Unternehmen positionieren sich weltweit als Innovatoren und Exportweltmeister. Den Messestandort Freiburg verlassen wir mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Obwohl wir die Solarstadt Freiburg ins Herz geschlossen hatten, sind wir froh, nächstes Jahr in München mehr Platz zur Verfügung zu haben und hoffen vor allem auf eine bessere Organisation.“
Europas größte Fachmesse für Solartechnik hat erneut ihre eigenen Rekorde gebrochen. 34.000m
2 Fläche, 638 Aussteller und 31.964 Besucher. Die Intersolar war wieder Treffpunkt für die Multiplikatoren und Experten der internationalen Solarbranche. Alle wichtigen Hersteller, Zulieferer, Großhändler und Dienstleister der Branche waren vertreten. Dieses Jahr konnten sich Fachbesucher, und am Samstag auch die Endkunden, über die neusten innovativen Produkte und Entwicklungen aus den Bereichen Photovoltaik, Solarthermie und Solares Bauen informieren. Großes Thema waren natürlich die Dünnschicht-Technologie und auch das Solare Kühlen. Neben der Messe gab es wie im letzten Jahr und um Messe ein anspruchsvolles Kongress- und Rahmenprogramm. Die Messe spiegelte den Optimismus der Branche wieder und erwartet auch zukünftig stetiges Wachstum.
Für München erwartet man im nächsten Jahr an die 800 Aussteller und eine Ausweitung der Ausstellungsfläche von zuletzt 34.000 m
2 auf 51.000 m
2. Eine weitere Internationalisierung und Besucherzahlen um die 35.000 sollen mit der Ausweitung Hand in Hand gehen.
Dass sich die Branche in Deutschland nicht ausruhen kann und der Markt enger wird, machte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft BSW in der Eröffnungs-pressekonferenz der Intersolar deutlich: „Wir waren etwas schneller als andere, aber immer mehr Länder folgen uns in die Märkte nach.“
Das Rekordwachstum, welches den Wechsel nach München, um der zukünftigen Entwicklung der Branche und ihrer Leitmesse Messe genügend Kapazitäten bieten zu können, notwendig macht, brachte der Geschäftsführer
Dr. Bernd Dallmann des Veranstalters Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe (FWTM) mit den Worten „in der Sache gut, für Freiburg schade“ auf den Punkt.
Vor sieben Jahren startete die ehemalige Pforzheimer Messe in Freiburg und kann seitdem auf einen steil gewachsenen Erfolg blicken. Die Intersolar ist inzwischen längst über den deutschen Markt hinausgewachsen. Immer mehr Aussteller aus Europa und dem nicht europäischen Ausland haben die Reihen in den Hallen gefüllt. In den Leichtbauhallen fiel besonders die große Zahl der chinesischen Modulanbieter auf.
Doch die deutschen Modulhersteller konnten sich über eine nach wie vor hohe Nachfrage nach ihren Modulen freuen. "Das Geschäft verläuft äußerst zufrieden stellend. Schon das 1. Quartal war sehr gut für uns: wir konnten ein Umsatzplus von 44,8% auf 37,2 Millionen Euro erzielen. Die Modulpreise sind stabil und die ungebrochen hohe Nachfrage, auch nach dem neu vorgestellten Premium-Modul S_24, zeigt uns deutlich, dass unsere Qualitätsmodule im Heimatmarkt sehr geschätzt werden." So
Dr. Hermann Iding, Leiter Corporate Communications der aleo solar AG. Auch der hohe Anteil ausländischer Fachbesucher erfreute bei der diesjährigen Intersolar sowohl die Veranstalter als auch die Aussteller. In diesem Jahr waren Besucher aus fast 100 Ländern zu gegen. Dazu
Alexander Braun, Geschäftsführer der TACONOVA GmbH: Zunächst einmal sind wir äußerst zufrieden. Die Anzahl der Besucher je Tag erreichte annähernd ISH-Niveau! Etwa 50% davon kamen aus dem Ausland, was uns als weltweit aufgestellter Konzern sehr zugegen kam. In Gesprächen mit unseren Besuchern - Kunden und Neuinteressenten - stellten wir einmal mehr fest, wie wichtig das Stichwort Qualität und Service wieder geworden ist. So suchen unsere Partner immer mehr individuelle Problemlösungen zu einer über die Grenzen hinaus bekannten Qualität. Unsere Neuvorstellungen Speicherladestation "Megasphere", Frischwarmwasserstation "Megafresh" und auch die verbesserte Variante unserer globalstrahlungsgeregelten Solarstation "Tacosol EU21" waren die Renner beim Publikum. Nicht zu vergessen der Setter Bypass HT zum Kollektorabgleich auf dem Dach. Jeweils ausgestattet mit individuellen, einzigartigen Merkmalen (teilweise durch Gebrauchsmuster geschützt), waren diese Garant für einen ständig übervollen Messestand. Wir bedanken uns bei unserem Partner Baden-Württemberg-International für die hervorragende Betreuung im Vorfeld und am Stand und kommen nach München sicher wieder.“
Auch für Conergy war die Internationalität der Fachmesse ein großer Vorteil, wie
Alexander Leinhos, PR Manager der Conergy AG, berichtete: "Für die Hamburger Conergy AG war die Intersolar äußerst erfolgreich. Auf 450 qm Stand standen 70 Vertriebs-Profis aus zwölf verschiedenen Ländern den internationalen Kunden und Interessenten Rede und Antwort. Das hat sich bezahlt gemacht: Allein rund um die Messe erzielten wir als Gruppe Aufträge von über 50 Mio. Euro."
Auch
Inna Tereschenko, Vorstandsvorsitzende der BUSO Bund Solardach eG zeigte sich sehr zufrieden.“Kontakte, Kontakte, Kontakte – so lässt sich für uns die Intersolar 2007 zusammenfassen. Wir haben mit einer Vielzahl von Fachbesuchern sehr interessante Gespräche geführt. Die große Nachfrage aus dem deutschsprachigen Raum aber auch aus Italien, Spanien und Frankreich hat uns teilweise selbst überrascht. Die positiven Impulse der Intersolar 2007 wollen wir in den kommenden Wochen und Monaten weiterentwickeln und schnell nutzbringend umsetzen. Ähnlich stark wie bei den Fachbesuchern war auch die Resonanz der Endkunden, die sich für eine Premiumlösung im Bereich des solaren Heizens interessieren. Alles in allem sind wir sehr zufrieden.“
Positiv fiel den Herstellern auch auf, dass bei den Gesprächen nicht die Preisdiskussion im Mittelpunkt stand. Qualität, Service und Kompetenz waren für die Fachbesucher wichtiger. „An allen Tagen konnten wir eine deutliche Steigerung der Besucher auf unserem Messestand feststellen. Auch bei gestiegener Besucherzahl ist das keine Selbstverständlichkeit, da sich die Ausstellerzahl auch deutlich erhöht hat. Wir haben die Messe verstärkt genutzt, mit unseren Kunden in Kontakt zu kommen. Viele Kunden blieben lange auf unserem Stand und konnten endlich die SolarMarkt Mitarbeiter kennen lernen. Auffällig war, dass nicht die Preisdiskussion im Vordergrund stand, sondern die Frage nach Qualität, Service und Kompetenz. Gefreut habe ich mich sehr, dass unserer Produktneuheit AluTec FL (siehe letzte Pressemeldung) geradezu als eine Sensation empfunden wurden. Traurig stimmt mich - wir sind Freiburg ältestes Solarunternehmen - dass Freiburg zum Abschluss ein in der Organisation vollkommen überfordertes Bild abgegeben hat. Das hätte so nicht sein müssen.“ So das Fazit von
Stefan Kloos, Marketingleiter der SolarMarkt AG.
Gut frequentiert waren auch die Stände der Komplettsystemanbieter, wie
Jacqueline Lachwa, Leitung Werbung & PR bei der Roth Werke GmbH, äußerte."Nicht zuletzt die Besucherzahl, die nach Angaben der Messegesellschaft über 30.000 liegen soll sowie der hohe Anteil an internationalem Zustrom zeigt, dass die Intersolar eine bedeutende Plattform für die Solarindustrie ist. Die Fachgespräche an unserem Stand stimmen uns sehr optimistisch für die Entwicklung der Branche und haben uns gezeigt, dass wir als Komplettsystemanbieter die richtigen Lösungen für unsere Kunden bieten. Von Solarsystemen über Wärmepumpen und Wärmespeichern bis hin zur Energieverteilung über die Flächen-Heizung entwickelte Roth ein ideales Komplettsystem, deren Komponenten nicht nur energetisch optimal aufeinander abgestimmt sind."