Für eine „neue Balance zwischen den Wünschen des Einzelnen und dem, was die Erde aushält“, hatte sich unlängst Bundespräsident Horst Köhler ausgesprochen.
Das "Haus der Natur" in Potsdam will zu einer intensiven Auseinandersetzung mit den vielfältigen Problemen und Herausforderungen des Natur- und Umweltschutzes anregen
Im historischen Schloss Wartin in Brandenburg weht der Geist moderner Umwelttechnik. Möglich macht es die Hilfe der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
Im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Berlin forderte das Staatsoberhaupt vor allem, in den Industrieländern „entschlossen gegenzusteuern“, um etwa die Folgen des Klimawandels möglichst erträglich zu gestalten, aber auch die Chancen deutscher Umwelttechnik als Exportschlager zu sichern und zu erhöhen.
Ein Motto, das die DBU seit ihrer Gründung 1991 auf die Fahnen geschrieben hat. Über 6.600 Projekte wurden mit knapp 1,2 Milliarden Euro gefördert. Allein in Berlin und Brandenburg wurden 630 Projekte mit rund 119 Millionen Euro unterstützt. Aber auch in anderen Gebieten würden hervorragende und umweltschonende Projekte entwickelt, fügte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde hinzu.
330.000 Euro für das "Haus der Umwelt" in Potsdam "Die intensive Auseinandersetzung mit den vielfältigen Problemen und Herausforderungen des Natur- und Umweltschutzes machen eines klar: Nur über den gemeinsamen Diskurs und eine breite Beteiligung der Bevölkerung werden Lösungswege aufgezeigt, die konsensfähig sind - auch wenn zunächst Interessens- und Nutzungskonflikte hart aufeinander stoßen." - Mit diesen Worten betonte Brickwedde schon im Jahr 2006 – zur Eröffnung des Umweltbildungs- und Konferenzzentrums am "Haus der Natur" in Potsdam – die Bedeutung gelungener Umweltkommunikation. Das Zentrum war mit mehr als 400.000 Euro von Brandenburgs Agrar- und Umweltministerium (MLUV) und mit rund 330.000 Euro durch die DBU gefördert worden.
Ziel des neuen Bildungs- und Konferenzzentrums ist es, durch Veranstaltungen und Seminare unterschiedlichen Zielgruppen Wissen zu Natur- und Umweltschutz zu vermitteln. So soll zugleich der ehrenamtliche Umwelt- und Naturschutz in Brandenburg gestärkt werden. Dafür finden öffentliche Veranstaltungen statt, dazu Fachtagungen, Ausstellungen sowie Umweltbildungsveranstaltungen für Kinder, Jugendliche und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft.
Mit deutscher Umwelttechnik Studenten aller Herren Länder begeistern Energie gespart wird auch in der Uckermark. Wenn sich Studenten aller Herren Länder zukünftig in der „Europäischen Akademie Schloss Wartin“ mit ihren Lehrern oder auch mit Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Kultur austauschen werden, wird das nicht nur wie in einem englischen College geschehen, sondern auch in einem – dank deutscher Umwelttechnik – sanierten historischen Gebäudeensemble. Die DBU förderte die energetische Sanierung des Kulturgutes mit 125.000 Euro. Die Wärmeversorgung in Wartin erfolgt jetzt für zwei dicht beieinanderliegende Gebäude des Schlosses und für einen Speicher gemeinsam. Ein Blockheizkraftwerk wird dort mit Rapsöl betrieben. In einem weiteren Gebäude wird – aufgrund der Entfernung – eine dezentrale Heizenergieversorgung eingesetzt: ein Kombi-Holzheizkessel mit Gasbrennwerttherme und thermischer Solaranlage. Vorausgehende Umweltkommunikationsarbeit hatte die DBU bereits mit 66.500 Euro unterstützt.
Zweck des Vereins „Europäische Akademie Schloss Wartin“ ist die Förderung des wissenschaftlichen und kulturellen Austausches in Europa, insbesondere zwischen Ost und West. Er will der Völkerverständigung, der Erwachsenenbildung und der Pflege regionaler bildender Kunst, Musik und Literatur sowie dem Umwelt- und Landschaftsschutz dienen.
Die hier genannten Projekte waren nur einige von vielen, die die DBU gefördert hat. „Sie zeigen, dass sich Ökologie und Ökonomie nicht ausschließen," so Brickwedde. Die Stiftung hofft auch in Zukunft derartige Projekte vorgeschlagen zubekommen, da diese nicht nur der gebeutelten Umwelt, sondern auch dem Wirtschaftsstandort Deutschland den Rücken stärken.