Über 90% aller elektrischen bedingten Pumpenausfälle sind auf das Eindringen von Wasser in die Wicklung zurückzuführen. Meist geht dies mit dem Verschleiß der Wellenabdichtung einher. Über diese kann in den meisten Fällen Wasser eindringen.
Ortsbesichtigung Pumpstation Hauptnebensammler Cubagraben. Von links nach rechts: Karsten Roßmann (Pumpen Wolf), Dipl. Ing. Volker Seidel (VTU) sowie Dipl. Ing. Ronald Weiher (Grundfos GmbH).
Blick in den Pumpenschacht auf zwei SEV 100.100.30.A.ex Abwasserpumpen.
Dieses Problem war in der Vergangenheit nur damit zu lösen, indem man in regelmäßigen Intervallen die Pumpe gezogen und untersucht hat. Diese Arbeit glich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen und war auch recht kostenintensiv. Das Ergebnis hingegen stand in keinem Verhältnis zum Aufwand. Häufig war man auch zu spät gekommen, es war bereits Wasser eingedrungen und der Motor in Mitleidenschaft gezogen. Eine kontinuierliche und gezielte Überwachung war bislang nicht möglich.
Jetzt bietet Grundfos Abwasserpumpen mit Sensortechnik an. Eine der ersten ausgelieferten Pumpen ging nach Gera. Dort wurde der 1. Bauabschnitt des Hauptnebensammlers Cubagraben zur Entwässerung zweier Stadtteile fertiggestellt. Um das dort anfallende Mischwasser über einen Stauraum und einen Pumpenschacht auf ein benötigtes Niveau zu fördern, werden zwei Grundfos Abwasserpumpen SEV 100.100.30 A. ex. eingesetzt.
Diese Abwasserpumpen verfügen über die neuartige Sensortechnik. Hiermit wird das Risiko eines Pumpenausfalles deutlich minimiert. Die Pumpe meldet rechtzeitig das Eindringen von Wasser in die Ölspeerkammer. Die 1. Warnmeldung erhält der Bediener bei 10% Wasseranteil im Öl. Das ist noch kein kritischer Wert. Die Pumpe kann also noch weiterarbeiten. Der Betreiber hat nun Zeit und Gelegenheit die nötige Wartung vorzubereiten, ohne jeden Pumpenausfall.
Die nebenstehende Grafik zeigt die Funktionsweise der integrierten Überwachung der Pumpen im Schaltschrank.