Nicht nur im Bereich ihrer Angebote steht IKEA für ein modernes Unternehmen, sondern auch innerhalb des Sanitärkomforts. So setzt das Unternehmen bei Sanitärinstallationen auf Technik-Trends, wie der folgende Objektbericht zeigt.
Das neue Ikea-Möbelhaus in Gersthofen bei Augsburg.
Verschleißfreie Ablauf-Technik: 36 WCs im Augsburger Ikea-Möbelhaus sind mit dem innovativen UP-Spülkästen "Sanicontrol R11" ausgestattet, der von MEPA vormontiert im höhenverstellbaren "VariVIT II Step WC"- Element geliefert wird (im Bild ganz rechts).
Sicherheit im Dreierpack: Bei der unsichtbar platzierten Urinal-Spülautomatik "Sanicontrol K 3" überwachen drei Sensor-Elektroden den Leitwert und Durchfluß des Wassers, sodass die Elektronik jederzeit auf Veränderungen reagieren kann.
Die Marke Ikea steht weltweit für ein modernes, Lifestyle-orientiertes Möbelhaus, das seinen Kunden ein betont individuelles Einkaufserlebnis bietet. Mit derzeit 41 Einrichtungshäusern ist die schwedische Kultmarke in Deutschland besonders stark vertreten.
Eine erfrischend „andere“ Warenpräsentation, kompetente Beratung durch ein freundliches Verkaufspersonal, ein traditionell gutes Preis-/Leistungs-verhältnis sowie ein im Trend liegendes Produktprogramm, das auch im Design Akzente setzt, gelten als Erfolgsgaranten der Schweden.
Dass „alte Zöpfe“ kaum zur Ikea-Kultur passen, unterstreicht das Unternehmen auch im Sanitärbereich, denn dort kommen modernste Technologien zum Einsatz, die einen hohen Sanitärkomfort und ökonomische Vorteile auf einen gemeinsamen Nenner bringen. Ein gutes Bespiel liefert die Ende 2006 eröffnete, rund 20.000 qm Verkaufsfläche umfassende Niederlassung in Gersthofen bei Augsburg.
Die Projektierung der dortigen Sanitäranlagen erfolgte durch das in Mülheim an der Ruhr ansässige Ing. Büro Canzler Ingenieure, für die Ausführung war die Firma Karl Lausser GmbH aus Pilgramsberg (bei Straubing) zuständig. Mit rund 350 Mitarbeitern zählt dieses Unternehmen zu den leistungsfähigsten bayerischen Fachfirmen für Heizungs-, Sanitär-, Lüftungs- und Klimatechnik.
Innovativer WC-Spülkasten mit verschleißfreier Ablauf-Technik: Neue Wege beschritt die Fa. Lausser bei der Ausstattung der 36 WCs in der Niederlassung. Mit „Sanicontrol R 11“ wurde ein innovativer Spülkasten eingesetzt, der keine unter Wasser liegenden Dichtungen besitzt.
Ermöglicht wird dies durch einen Ring-Siphon aus Kunststoff. Dieser ersetzt die aufwendige Ablaufventil-Technik herkömmlicher Spülkasten. Die neue Spültechnologie mit „Looping“-Technik verfügt bei Planern, Installateuren und Endkunden schon ein Jahr nach der Markteinführung über eine große Fangemeinde. Kein Wunder eigentlich, denn sie ist nahezu wartungsfrei und garantiert selbst bei ungünstiger Wasserbeschaffenheit, wie zum Beispiel Regen- und Grauwassernutzung, zuverlässige Funktionen. Schleichende Wasserverluste durch defekte Dichtungen, die bei herkömmlichen Spülkästen nicht auszuschließen sind und auf Dauer sehr kostspielig sein können, werden hierdurch vermieden.
Der innovative Spülkasten wird vormontiert im „VariVIT II Standard WC“ sowie im höhenverstellbaren „VariVIT II Step WC“-Element geliefert, welches in Augsburg eingesetzt wurde. Da die „MEPA VariVIT II“-Vorwandelemente als überaus montagefreundlich gelten, wurde ein zeitsparender Einbau durch die Firma Lausser sichergestellt.
Vorbildliche Sanitärhygiene durch Elektronik-Steuerungen für berührungslosen Betrieb: Einen hohen Stellenwert besitzt bei Ikea auch die Sanitärhygiene. Daher sind im Kundenbereich der Augsburger Niederlassung sämtliche Urinale und sogar ein WC mit elektronischen Systemen von MEPA ausgestattet. Diese ermöglichen einen berührungslosen Betrieb und nehmen den Kunden hiermit die Angst vor möglichen Infektionsrisiken. Gleichzeitig reduzieren sie aber auch den Wasserverbrauch und damit die Betriebskosten.
Die sensorgesteuerte Urinal-Spülautomatic „Sanicontrol K 3“ zeichnet sich durch ein konstruktives Merkmal aus, das in funktioneller wie auch gestalterischer Hinsicht enorme Vorteile bietet: Das Elektronikmodul wird unerreichbar für den Benutzer hinter dem Urinal montiert. Von außen sichtbare Bauteile sind nicht vorhanden. Dies bietet sicheren Schutz vor Beschädigungen und verhindert, dass die Optik der Keramik beeinträchtigt wird.
„Sanicontrol K3“ verfügt über drei patentierte Sensor-Elektroden aus Edelstahl, die im Siphon des Urinals platziert sind und sämtliche Betriebszustände erfassen. Hierdurch wird sichergestellt, dass die Spülautomatic in jeder Situation richtig reagiert. Die Elektronik erkennt beispielsweise, ob ein Austrocknen mit möglicher Geruchsentwicklung droht. Dies ist der Fall, wenn die erste Elektrode nicht im Wasser, sondern frei liegt. Um ein Austrocknen zu verhindern, wird dann automatisch eine Spülung ausgelöst. Bahnt sich hingegen eine Änderung der Flüssigkeitshöhe an, die auf eine drohende Abflussverstopfung schließen lässt, wird die Spülung automatisch gestoppt. Das Urinal kann nicht überlaufen.
Bei der in Augsburg eingesetzten WC-Automatic für berührungslosen Betrieb handelt es sich um „Sanicontrol 940“. Ausgestattet mit einer Infrarot-Näherungselektronik „erkennt“ die Spülautomatic den Nutzer und löst ca. 1,5 Sekunden nach dem Wegtreten automatisch über einen Elektromagnetheber eine Spülung aus. Komfortabel auch: Mit Hilfe einer Fernbedienung können sämtliche Einstellungen schnell und problemlos vorgenommen werden.
Barrierefreie WCs: Einen hohen Nutzerkomfort bieten auch die Behinderten WCs in der Augsburger Ikea-Niederlassung. Mit Hilfe der funkgesteuerten WC-Spülautomatic „Sanicontrol 960“ lässt sich die Spülung bequem per Knopfdruck vom Stützklappgriff auslösen. Hierdurch werden die Anforderungen an barrierefreie Sanitärräume nach DIN 18024/18025 und 18030 (Entwurf) erfüllt.