Es gibt Orte und Gegenden, in denen kein Netzanschluss vorhanden und mitunter auch nicht so einfach realisierbar ist. Für diesen Fall sind Kleinspannungsanlagen eine sehr gute Lösung um Strom zu liefern.
Vermittelt die Technik und die Konzeption autonomer Stromversorgung.
Bislang hatten Kleinspannungsanlagen ihre größte Verbreitung in Autos, Schiffen und Flugzeugen. Doch mehr und mehr finden sie im Zusammenhang mit alternativen Energiequellen ihren Einzug auch in stationären Anlagen für Häuser, Landwirtschafts – und Handwerksbetriebe, Meßstationen u.ä.. Wenn der Leistungsbedarf nicht zu groß ist, können diese Anlagen dort den notwendigen Strom liefern, wo der Anschluss ans öffentliche Netz nicht gegeben ist. Ein Leistungsbedarf von max. 2 kW bei 24V lässt sich gut bedienen, denn bei größerem Bedarf wird der Installationsauswand infolge der großen Kabelquerschnitte durch die hohen Stromstärken zu aufwendig.
Inhaber der Schweizer Firma Brückmann Elektronik, Philipp Brückmann, beschäftigt sich seit Jahren u.a. mit der autonomen Stromversorgung. Jetzt hat er für alle Interessierten ein Buch zur Auslegung und Praxis von autonomen Stromversorgungsanlagen mit Batteriespeicher veröffentlicht. Zweck dieses Buches ist es, Anwendern und Planern einen fundierten Einblick in die Möglichkeiten und die Technik von autonomen Stromversorgungsanlagen zu geben.
Insbesondere geht der Elektroingenieur praxisbezogen auf alle Aspekte ein, welche für den erfolgreichen Betrieb solcher Anlagen von Bedeutung sind. Dabei wird das ganze Spektrum von der einfachen Beleuchtungsanlage bis zur Versorgung von produktiven Anwendungen in den Bereichen Landwirtschaft und Handwerk behandelt. Nach einer kurzen Einführung in die elektrotechnischen Grundlagen geht es gleich zur Anlagenstruktur über. Brückmann stellt hier eine Grundstruktur vor, die sich für viele unterschiedliche Anlagen bewährt haben. In den folgenden Kapiteln geht der Autor detailliert auf die Elemente der Anlage wie Speicher, Erzeuger und Verbraucher ein, ehe er sich dann der Installation widmet. Bevor Brückmann zu Beispielen realisierter Anlagen kommt, fasst er nochmals bisher erwähnte Punkte zu einem Paket von Strukturregeln zusammen und erläutert Dimensionierungsgrundsätze. Dabei finden sich in dem Kapitel dann auch Formulare zur Anlagendimensionierung.
Das Buch beschränkt sich auf Kleinspannungsanlagen, die mit Gleichspannung unter 50V arbeiten (typisch 12V oder 24V) und in der Regel eine Speicherbatterie aufweisen. Auf Wechselspannungs-Kleinkraftwerke oder Generatoren mit Verbrennungsmotoren wird im Rahmen dieses Buches nicht eingegangen.
Philipp Brückmann Autonome Stromversorgung. Auslegung und Praxis von Stromversorgungsanlagen,
erschienen 2007 im ökobuch Verlag, Staufen bei Freiburg,
112 Seiten mit vielen Abb., broschiert, 15,80 Euro.
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