Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der monatliche Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Aufteilung der im Juni 2007 insgesamt eingeführten 8,962 Mio Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland.
Nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurden im Juni 2007 9,0 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt.
Das waren 5,8% weniger als ein Jahr zuvor (9,5 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Juni 386,64 Euro und lag damit um 0,5% unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (388,43 Euro). Gegenüber Mai (369,54 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 4,6% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Juni auf 3,5 Milliarden Euro und lag damit um 230 Millionen Euro niedriger als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monatszeitraums Juli 2006 bis Juni 2007 mit der entsprechenden Referenzperiode Juli 2005 bis Juni 2006:
- sanken die Rohöleinfuhren um 2,6% von 111,2 auf 108,3 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 39,2 Milliarden Euro um 2 Milliarden Euro niedriger aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 361,63 Euro (vorher 370,57 Euro) im Schnitt um 2,4% niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 29 Lieferländern waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum Russische Föderation (35,5 Mio. t), Norwegen (18,9 Mio. t), Großbritannien (13,2 Mio. t), Libyen (11,2 Mio. t) und Kasachstan (7,7 Mio. t). 29,7% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 19,6% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.