In den im Jahr 2000 verabschiedeten Milleniumszielen der Vereinten Nationen wurden erstmals in Bezug auf „Wasser“ klare Vorgaben und Ziele formuliert. Dazu gehört bis zum Jahr 2015 u.a. die Halbierung der Zahl der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Experten warnen: Die zunehmende Wasserknappheit wird sich noch verschärfen.
Gestern wurde in Stockholm die siebentägige „Weltwasserwoche 2007“ durch den schwedischen Premierminister Fredrik Reinfeldt eröffnet. Seit Beginn der neunziger Jahre hat sich die Weltwasserwoche als international führendes Forum zu Fragen einer gerechteren und umweltverträglichen Wasserverteilung etabliert.
Motto des diesjährigen internationalen Kongresses lautet „Fortschritt und Perspektiven im Bereich des Wassers: Für eine nachhaltige Entwicklung in einer sich ändernden Welt“. Schwerpunkte dabei sind die ungleiche Verteilung der Ressource Wasser, die Frage, wie der Tod von Millionen Menschen durch Zugang zu sanitärer Versorgung verhindert werden kann und die Folgen des Klimawandels ebenso wie um die Ursachen und Folgen von Überschwemmungen.
Um die 2500 Teilnehmer aus 140 Ländern werden bis zum kommenden Samstag über die immer knapper werdende Ressource Wasser diskutieren. Der Zugang zu der lebensnotwendigen Ressource Wasser ist regional und sozial sehr ungleich verteilt. Besonders in Afrika sind die Milleniumsziele noch weit von jeglicher Realisierung entfernt.
Experten des Forschungsinstituts SIWI (Stockholm International Water Institute) gehen zudem, laut Hamburger Abendblatt , von einer zukünftigen Massenproduktion von Biobrennstoffen aus, die laut ihren Berechnungen eine Verdoppelung der Wasser-Nachfrage aus der Landwirtschaft zur Folge hätte. Damit würde sich das Problem der zunehmenden Wasserknappheit noch verschärfen, wie die Forscher zum Auftakt der Weltwasserwoche warnten.
Am Donnerstag erhält im Rahmen der Weltwasserwoche Professor Perry L. McCarty von der amerikanischen Stanford Universität den diesjährigen Wasserpreis. Schwedens König Carl XVI. Gustaf überreicht den mit 150.000 Dollar dotierten Preis. McCarty. wird für seine Arbeiten zu biologischen und chemischen Prozessen zur sicheren Wasserversorgung und –aufbereitung ausgezeichnet.
Weitere Informationen zur Weltwasserwoche in Stockholm finden sich unter
www.worldwaterweek.org.
Auch in Deutschland wird das Thema Wasserknappheit mittlerweile sehr ernst genommen. „Wasser ist keine endliche Ressource, doch sauberes Wasser wird weltweit immer knapper. Der Klimawandel wird den Wassermangel gerade in vielen armen Regionen der Erde verschärfen. Deshalb dürfen wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, Wasser so sparsam und nutzbringend wie möglich zu nutzen“, hatte sich Bundesumweltminister Sigmar Gabriel aus Anlass des Weltwassertages im März diesen Jahres geäußert.
Sinnvolles Wassermanagement beinhaltet neben der Regenwassernutzung auch das sogenannte Grauwasser-Recycling - eine doppelte Nutzung des häuslichen Trinkwassers. Es- kann den Trinkwasserverbrauch und gleichzeitig den Abwasseranfall deutlich reduzieren. Dazu finden sich bspw. bei
www.gep.info weitere Informationen.