Die Energiebilanz ihres Hauses zu verbessern, steht bei privaten Immobilienbesitzern hoch im Kurs. Das ergab eine repräsentative Studie der GfK, die sie im Auftrag der Allianz
Lebensversicherungs-AG unter tausend privaten Immobilienbesitzern durchgeführt hat.
Durchschnittlich 28.000 Euro investieren Hausbesitzer in Modernisierungsmaßnahmen, um ihr Haus fit für den Energieausweis zu machen. Foto: ddp-direkt
Laut der Studie brennt das Thema 67 % der Befragten unter den Nägeln; beim Erwerb der Immobilie war es dagegen erst für 34 % relevant. Ursache ist zum einen, dass die verpflichtende Einführung des "Energiepass" auch für Bestandsbauten jetzt endgültig von der Regierung beschlossen ist: Ab dem 1. Juli 2008 werden sie Pflicht für Häuser, die vor 1965 gebaut wurden, ab 1. Januar 2009 gilt die Ausweispflicht auch für neuere Häuser. Immobilien mit schlechter Energiebilanz verlieren dann an Wert.
Zum anderen spüren Hausbesitzer die Folgen eines energetisch schlecht ausgestatteten Hauses unmittelbar im Geldbeutel, denn die Energiepreise steigen. Dass laut Studie trotzdem nur rund 22 % in einem Haus wohnen, dass sie für energetisch auf dem neuesten Stand halten, hat ebenfalls mit Geld zu tun. Denn das nötige Kapital für die Sanierung fehlt oft; durchschnittlich 28.000 Euro gaben diejenigen Befragten aus, die bereits zur Energieeinsparung modernisiert haben.
Experten wie Kai Fischer, Leiter des Fachbereichs Baufinanzierung bei Allianz Leben, raten daher, von Anfang an jährlich Geld für Modernisierungen zurückzulegen. Als Faustregel empfiehlt Fischer rund 20 Euro pro Quadratmeter und Jahr.