Was haben Eva Paulus, Melanie Huber und Stephanie Halm gemeinsam? Ihren Arbeitsplatz in typischen Männerdomänen. Melanie Huber als Werkzeugmechanikerin bei Geberit, Eva Paulus als Jungmonteurin in der SHK-Branche und Steffi Halm nimmt als einzige Frau in dieser Saison am Porsche Carrera Cup teil.
Das Geberit Frauenteam: Eva Paulus, Stephanie Halm und Melanie Huber (von links). Fotos: Geberit
Steffi Halm sitzt in ihrem Rennwagen. Sie ist in dieser Saison die einzige Frau am Porsche Carrera Cup und muss sich neben 40 männlichen Kollegen beweisen.
Steffis Arbeitsplatz: ein 400 PS starker Porsche Carrera 911 GT3 Cup.
Schnittstelle für das Frauenpower-Dreiergespann ist Geberit.
Zusammengebracht hat das Frauenpower-Dreigespann der Sanitärtechnikhersteller Geberit. Seit über 130 Jahren entwickelt Geberit leistungsfähige, intelligente Produkte und Systeme für Bad und Sanitär. In dieser Saison unterstützt das Traditionsunternehmen einen Porsche 911 GT3 Cup des tolimit InVenture Juniorteams, für das die 23-jährige Verwaltungswirtin Stephanie Halm im schnellsten deutschen Markenpokal unterwegs ist. Mit verschiedenen Veranstaltungen möchte Geberit den Motorsport als Hinführung zur Systemtechnik und für die Präsentation von Neuheiten nutzen. So steht Steffis Cup Porsche dann auch stellvertretend für Schnelligkeit, Präzision und das perfekte Zusammenspiel der Geberit Systemtechnik. Auch im Motorsport gilt "Know-How Installed".
Eva Paulus kennt das perfekte Zusammenspiel der Geberit Produkte aus ihrer täglichen Arbeitspraxis. Die 19-jährige hat vor kurzem ihre dreieinhalbjährige Berufsausbildung zur Anlagenmechanikerin für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik abgeschlossen und ist seit April als Jungmonteurin bei der Würzburger Firma Meister Sanitär-Technik GmbH beschäftigt. Zum Tagesgeschäft von Eva gehören die Badsanierung, Heizungserneuerungen, Hausinstallationen oder Wartungen im Hausnetz ebenso, wie die Energieberatung und die Installation von Anlagen zur Nutzung von regenerativen Energien. Aber eben auch der Klassiker Rohrverstopfung. „Darauf - besonders im Toilettenbereich - könnte ich in meinem Job allerdings auch gerne verzichten“, erzählt „Eve – Steve“, wie die Anlagenmechanikerin auch genannt wird augenzwinkernd.
Melanie Huber ist Auszubildende bei Geberit in Pfullendorf und kommt bald ins dritte Lehrjahr. Die 19-jährige wird dort zur Werkzeugmechanikerin ausgebildet, einst ein typischer Männerberuf. Doch die Quote am süddeutschen Standort steigt. Neben Meli sind bei Geberit noch zwei weitere Werkzeugmechanikerinnen, eine Verfahrensmechanikerin und eine Fachinformatikerin beschäftigt. Nach ihrer Lehre besteht Melanies Arbeit in der Herstellung, Wartung oder Reparatur von Spritzgießwerkzeugen. Die angehende Werkzeugmechanikerin aus Ostrach hat ihre Berufsentscheidung noch nie bereut „Ich habe einen klasse Ausbilder, dazu noch einen super Kollegen und richtig Spaß an meinem Beruf.“
Steffis Arbeitsplatz ist ein 400 PS starker Porsche 911 GT3 Cup. Die Ammerbucherin startet damit für das tolimit inVenture Juniorteam im schnellsten deutschen Markenpokal im Rahmen der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM). Sie hat in dieser Saison bereits mehrfach gezeigt, dass sie sich in dieser klassischen Männerdomäne durchsetzen kann. „Der Motorsport hatte schon immer ein Quotenproblem“, grinst die Cup Neueinsteigerin, die in den letzten drei Jahren reichlich Tourenwagenerfahrung sammeln konnte. „Als jeweils erste in der Damenwertung im Alfa 147 Cup und bei der Mini Challenge hatte ich genügend Lackaustausch mit den mitfahrenden Jungs.“ In dieser Saison will die Diplomverwaltungswirtin den über drei Dutzend männlichen Konkurrenten im Porsche Carrera Cup „endlich mal zeigen wo es lang geht“.