Die Große Koalition muss „zum Handeln entschlossen“ in die zweite Hälfte der Legislaturperiode gehen. Dies bekräftigte auch Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), vor kurzem im Gespräch mit der Westfälischen Rundschau.
Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Foto: ZDH
„Arbeit muss billiger werden, durch die Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 3,2 Prozent“, so Kentzler. „Wir wollen bloß keine Politik der ruhigen Hand, sondern eine zum Handeln entschlossene Koalition!“
„Die Reform der Erbschaftssteuer muss schnell auf den Weg gebracht werden: Wer einen Handwerksbetrieb nachhaltig weiterführen will, sollte nicht durch die Erbschaftssteuer belastet werden. Das würde das Nachfolgerproblem in vielen Firmen abschwächen.
Das Programm zur Energieeinsparung durch Gebäudesanierung sollte auf gewerbliche Bauten ausgeweitet werden.
Ein weiteres Anliegen: Der Steuerbonus auf Handwerksleistungen muss an die erhöhte Mehrwertsteuer angepasst werden - damit die wieder zunehmende Schwarzarbeit eingedämmt wird und neue Jobs im Handwerk entstehen können.
Die Bundesregierung muss außerdem ihr Ziel, die Bürokratie in Deutschland abzubauen, energischer angehen. Jüngstes Negativ- Beispiel: Die ohnehin ausufernden Statistik- und Dokumentarpflichten sind durch das allgemeine Gleichbehandlungsgesetz weiter gestiegen.
Ganz wichtig: Arbeit muss schnell billiger gemacht werden. Das geht durch die mutige Senkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auf 3,2 Prozent - die günstige Entwicklung der Finanzen der Bundesagentur macht das möglich!“