In der Baubranche wartet man dringlich auf die Reform der Unfallversicherung, wie auch der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, Frank Dupré, bekannt gab.
Der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes: Dipl.-Kfm. Frank Dupré. Foto: ZDB
"Die große Koalition hat im Koalitionsvertrag festgelegt, die gesetzliche Unfallversicherung auf Dauer zukunftssicher zu machen und in dieser Legislaturperiode zu reformieren. Das Deutsche Baugewerbe wartet dringlich auf die Verabschiedung der Reform der Unfallversicherung", so Dipl.-Kfm. Frank Dupré, Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes.
"Für die Bauwirtschaft ist es elementar wichtig, dass das von der Bund- Länder-Arbeitsgruppe verabschiedete Überaltlastkonzept zur Finanzierung der Unfallversicherung möglichst zeitnah verabschiedet wird. Denn trotz der von unserem Wirtschaftszweig freiwillig im Jahr 2005 durchgeführten Fusion der alten Bau- Berufsgenossenschaft liegen die Beiträge für Betriebe des Bauhauptgewerbes mit rund 7,5% der Lohnsumme auf einem für unsere Betriebe unerträglichen Niveau."
Dupré weiter: "Die Baubetriebe zahlen das 6fache des Durchschnitts aller Wirtschaftszweige (1,35%); die Unfallversicherung treibt die Lohnzusatzkosten der Bauwirtschaft in die Höhe; die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Bauwirtschaft wird damit erheblich geschwächt."
"Gerade die kleinen und mittelständischen Baubetriebe in unserem Verband, die rund 70% aller Arbeitnehmer und 80% aller Auszubildenden beschäftigen, sind von den hohen Beiträgen besonders betroffen, da die mittelständigen Firmen nahezu ausschließlich mit heimischen Arbeitnehmern in Deutschland tätig sind".
"Das von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe verabschiedete Überaltlastkonzept zur Reform der Unfallversicherung ist für unseren Wirtschaftszweig ein ermutigendes Zeichen dafür, dass die Politik die erheblichen Sorgen der Bauwirtschaft verstanden hat und ernst nimmt. Vor diesem Hintergrund betrachten wir die Diskussion über eine mögliche Verschiebung der Reform mit aller größter Sorge. Wir appellieren daher an den Gesetzgeber, zumindest für eine zeitnahe Verabschiedung des von der Bund-Länder-Arbeitsgruppe konzipierten Überaltlastkonzepts Sorge zu tragen." So Dupré abschließend.