Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der monatliche Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Aufteilung der im Juli 2007 insgesamt eingeführten 9.136 Mio Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland.
Im Juli 2007 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 9,1 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 4,6% weniger als ein Jahr zuvor (9,6 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im Juli 416,87 Euro und lag damit um 0,9% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (413,23 Euro). Gegenüber Juni (386,64 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 7,8% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im Juli auf 3,8 Milliarden Euro und lag damit um 149 Millionen Euro niedriger als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monatszeitraums August 2006 bis Juli 2007 mit der entsprechenden Referenzperiode August 2005 bis Juli 2006
- sanken die Rohöleinfuhren um 3,3% von 111,6 auf 107,9 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 39,1 Milliarden Euro um 3,0 Milliarden Euro niedriger aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 361,88 Euro (vorher 376,88 Euro) im Schnitt um 4,0% niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 28 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum die Russische Föderation (34,7 Mio. t), Norwegen (18,7 Mio. t), Großbritannien (13,6 Mio. t), Libyen (11,4 Mio. t) und Kasachstan (7,8 Mio. t). 29,9% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 19,9% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert