Bei der Studie Kinder-Umwelt-Survey , die das Umweltbundesamt, UBA, durchführte, wurde deutlich, dass gerade Kinder in immer stärkerem Maße unter schlechter Luft im Wohnhausbereich leiden.
Da Kinder täglich rund 15 Stunden in der Wohnung der Eltern verbringen wirken Umweltbelastungen in diesem Umfeld besonders nachhaltig. Foto: FGK
Atemwegserkrankungen, Allergien und allgemeine Infektionsanfälligkeit sind oft die Folgen von schlechter Qualität der Luft im Wohnhausbereich. Deshalb rät das Fachinstitut Gebäude-Klima e.V. der Innenraumluftqualität eine deutlich größere Bedeutung beizumessen. Da die Fensterlüftung in vielen Fällen den hygienisch notwendigen Luftaustausch im Wohnhausbereich nicht sicherstellen kann, empfiehlt das FGK zur Verbesserung der Innenraumluftqualität und zum Schutz der Kinder den Einsatz mechanischer Wohnungslüftungssysteme. Diese gewährleisten, unabhängig vom Lüftungsverhalten der Bewohner, gute Raumluftzustände und verhindern wirksam die Schimmelpilzbildung.
Laut der UBA-Studie verbringen Kinder täglich rund 15 Stunden in der Wohnung der Eltern. Deshalb wirken Umweltbelastungen in diesem Umfeld besonders nachhaltig. Zudem seien Schadstoffbelastungen für Kinder aufgrund ihres geringen Körpergewichtes noch bedenklicher als für Erwachsene. Dabei stellt die UBA-Studie fest, dass Gesundheitsgefahren durch Schimmelpilze weiter auf dem Vormarsch seien. Die Zunahme der Schimmelpilze sei eine Folge falschen Lüftungsverhaltens in immer besser wärmegedämmten Gebäuden. Acht Prozent der untersuchten Kinder seien mit Wohnungsschimmel in Kontakt gekommen. Lüftungssysteme, die Feuchte und Schadstoffe kontinuierlich abtransportieren, bilden den wirksamsten Schutz vor Schimmelpilzbildung im Wohnhausbereich, so Prof. Dr.-Ing. Ulrich Pfeiffenberger, Vorsitzender des Fachinstitutes Gebäude-Klima e.V. Die UBA-Studie zeige, welch hohe Bedeutung die Innenraumluftqualität auch zum Schutze der Kinder habe.
Die Studie des Umweltbundesamts findet sich
hier im Internet.