Viele Unternehmen der Bad- und Sanitärbranche haben längst den Markt „50+“ entdeckt. Früher unter dem Etikett „barrierefrei“ bekannt, zeigt nun ein exklusives Anwenderzentrum auf der SHKG 2007 die zweckgerechten Komfortprodukte für jedermann.
SHKG 2007 - Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation; vom 24. Oktober bis 27. Oktober 2007 Foto: SHKG
Zur Messe für Sanitär, Heizung, Klima und Gebäudeautomation SHKG, diesjährlich vom 24. bis 27. Oktober, lässt sich das Zusammenspiel von Ästhetik, Komfort und Funktionalität auf dem Anwenderzentrum "Barrierefreies Bad und WC - Komfort für Generationen" der Leipziger Sanitär-Heizung-Klima-Innung (Halle 3/ Stand G26/L25) praktisch erleben. Dabei greift das Zentrum eine Initiative des Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) in neuer Art und Weise auf. Unter Mitwirkung der Sanitärindustrie (zum Beispiel Duravit, Franke Aquarotter, FRELU-Hergert, Geberit, Kermi, Hoesch Design, Viega) werden auf einer gesonderten Ausstellungsfläche verschiedene Bäder und Einzelkomponenten gezeigt. Zudem geben ostdeutsche SHK-Verbände, die dieses Zentrum auch organisieren, interessierten Besuchern einen Überblick über die wesentlichen Planungsgrundlagen für Bäder, die sich durch einen hohen Komfort auszeichnen.
"Ganz offensichtlich streifen die Produzenten hochfunktionaler Technik das Etikett der senioren- oder rollstuhlgerechten Eignung ab. Ihre Sanitärkeramiken, Armaturen oder Steuerungsanlagen sollen in Zukunft vor allem ästhetisch ansprechend und formschön daherkommen - ohne dabei die Nutzerfreundlichkeit und die Sicherheit zu vergessen", informiert Bruno Schliefke, Kuratoriumsvorsitzender der SHKG. Erst auf den zweiten Blick sieht man diesen Bädern an, dass sie sich insbesondere für körperlich benachteiligte Menschen eignen. Der Experte: "Wesentlich ist jedoch der Komfortgedanke: Die ebenerdige Dusche bietet nicht nur Rollstuhlfahrern mehr Bequemlichkeit, sondern auch Kleinkindern, die ihre Beine nicht mehr über eine Wanne heben müssen."
Bitte mehr Komfort: Eine Verbraucherstudie durch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) ergab, dass 52 Prozent der Bundesbürger ihr Erstbad seit dem Bau oder Bezug ihres Hauses noch nicht renoviert haben. Laut GfK gilt das vor allem für die Themen „Altersgerechte Ausstattung“ sowie „Fitness und Wellness“. Gewachsen ist zudem der generelle Anspruch der Deutschen an den Komfort im Nassbereich, zumal sie im Schnitt immer älter werden. Jeder Vierte im Land ist entsprechend der Studie heute der Meinung, sich in seinem Bad „ganz und gar wohl fühlen“ zu wollen. Er lehnt Abstriche zugunsten anderer Aspekte ab. Gerade im Alter möchte eine klare Mehrheit den eigenen Sanitärbereich „uneingeschränkt nutzen“.
Laut Allensbacher WerbeträgerAnalyse planen rund 5,7 Millionen Bundesbürger (ab 14 Jahre) in den nächsten ein bis zwei Jahren Modernisierungsarbeiten. In Ostdeutschland ist dieser Wunsch sogar etwas stärker ausgeprägt als in den alten Bundesländern. Vor allem in den Altersgruppen zwischen 40 und 69 Jahren haben viele die Absicht, ihrem Badezimmer frischen Glanz zu verleihen.