Hausbesitzer, die ihre Heizenergiekosten sofort und dauerhaft senken möchten, haben prinzipiell zwei Möglichkeiten: Sie können effiziente Heiztechnik einsetzen oder die Dämmung der Gebäudehülle verbessern. Optimal aber auch sehr kostenintensiv ist eine Kombination beider Maßnahmen.
Eine Gebäudesanierung sollte stets mit der Erneuerung der Heizung beginnen. Denn eine moderne Öl-Brennwertheizung spart viel Energie bei vergleichsweise geringen Anschaffungskosten. Zudem passt sie sich an den niedrigeren Bedarf eines nachträglich gedämmten Gebäudes an, ein technisch veralteter Heizkessel nicht. Quelle: IWO
Die effektivste Einzelmaßnahme ist fast immer die Heizungsmodernisierung. Zu dieser Bewertung kommt auch die Stiftung Warentest in der Zeitschrift FINANZ test 9/2007: Eine Kosten-Nutzen-Analyse der Sanierung eines 150 Quadratmeter großen, freistehenden Einfamilienhauses, Baujahr 1973, zeigt, dass die Erneuerung einer alten Heizung die größte Ersparnis bringt. Die Kosten für den Austausch amortisieren sich demnach bereits nach wenigen Jahren. Hohe Einsparungen sind zwar auch durch eine verbesserte Gebäudedämmung möglich, Dämmmaßnahmen sind jedoch sehr aufwändig und teuer. So wird die Erneuerung der Heizung in dem Beispielfall der Stiftung Warentest mit knapp 6.000 Euro veranschlagt. Demgegenüber muss mit 15.020 Euro für die Dämmung der Fassade mehr als das zweieinhalbfache einkalkuliert werden.
"Die wärmetechnische Sanierung eines Gebäudes sollte deshalb stets mit der Modernisierung der Heizungsanlage beginnen, wenn die Finanzmittel für eine Komplettsanierung nicht ausreichen", betont Prof. Christian Küchen vom Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO). Mit einem Öl-Brennwertkessel können bis zu 30 Prozent Energie gegenüber einem veralteten Standardkessel eingespart werden, in Kombination mit Solarthermie zur Warmwasser- bereitung sogar bis zu 40 Prozent. "Mit einer verhältnismäßig geringen Investition eröffnet die Heizungserneuerung ein beträchtliches Energieeinsparpotenzial", sagt Küchen. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Öl-Brennwertkessel mit gleich hoher Effizienz weiterbetrieben werden kann, wenn zu einem späteren Zeitpunkt das Gebäude gedämmt wird und so der Wärmebedarf sinkt. Denn eine Öl-Brennwertheizung passt sich an den geringeren Bedarf an, ein technisch veralteter Heizkessel nicht.
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