Wie gestaltete sich die aktuelle Entwicklung der Rohölimporte gegenüber der des Vorjahres, wie entwickelte sich der Preis und welches sind die wichtigsten Lieferländer? Der monatliche Blick auf das Öl gibt die Antworten.
Die Aufteilung der im September 2007 insgesamt eingeführten 8.713 Mio Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland.
Im September 2007 wurden nach vorläufigen Berechnungen des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 8,71 Millionen Tonnen Rohöl in die Bundesrepublik Deutschland eingeführt. Das waren 0,2% weniger als ein Jahr zuvor (8,73 Millionen Tonnen). Der Durchschnittspreis für die Tonne Rohöl frei deutsche Grenze betrug im September 411,22 Euro und lag damit um 12,0% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats (367,18 Euro). Gegenüber August (386,54 Euro) ist der Grenzübergangspreis um 6,4% gestiegen. Die deutsche Rohölrechnung belief sich im September auf 3,6 Milliarden Euro und lag damit um 376 Millionen Euro höher als im Vorjahresmonat.
Im Vergleich des 12-Monatszeitraums Oktober 2006 bis September 2007 mit der entsprechenden Referenzperiode Oktober 2005 bis September 2006
- sanken die Rohöleinfuhren um 3,4% von 110,7 auf 107,0 Millionen Tonnen;
- fiel die deutsche Rohölrechnung im aktuellen Zeitraum mit 38,7 Milliarden Euro um 3,4 Milliarden Euro niedriger aus;
- lag der Grenzübergangspreis für die Tonne Importrohöl aktuell mit 361,88 Euro (vorher 380,55 Euro) im Schnitt um 4,9% niedriger.
Die 5 wichtigsten von insgesamt 27 Lieferländern (siehe Tabelle!) waren im aktuellen zwölfmonatigen Berichtszeitraum Russische Föderation (34,1 Mio. t), Norwegen (17,4 Mio. t), Großbritannien (14,1 Mio. t), Libyen (11,3 Mio. t) und Kasachstan (8,0 Mio. t). 29,4% der gesamten Rohöleinfuhren stammten im Berichtszeitraum aus britischen und norwegischen Nordseeölquellen; 19,9% wurden aus OPEC-Mitgliedsländern importiert.