Preisträger erhält Fünfmonatspraktikum bei Plug Power / USA

Martin Zerta aus München ist Preisträger des Diplomarbeiten-Wettbewerbs über Brennstoffzellen in der Heiztechnik der Vaillant GmbH, Remscheid. Der 27-jährige Nachwuchswissenschaftler hat mit seiner Diplomarbeit "Hausenergieversorgung mit flüssiggasbetriebenen Brennstoffzellenanlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung" im Fachbereich Versorgungstechnik der Fachhochschule München eine überzeugende Untersuchung des stationären Einsatzes von Brennstoffzellen vorgelegt. Diese zukunftsweisende Technologie wird in den nächsten Jahren Einzug in Privathaushalte und Kleingewerbebetriebe halten, eine effiziente dezentrale Energie- und Wärmeerzeugung ermöglichen und damit wesentlich zur Senkung der CO2-Emissionen und Schonung der fossilen Energieressourcen beitragen.
Vaillant Geschäftsführer Dr. Michel Brosset überreichte den Preis im Rahmen einer Veranstaltung in der Firmenzentrale in Remscheid zusammen mit dem Vorsitzenden der Jury, Professor Dr. Klaus Sommer, und dem für Brennstoffzellen-Produkte verantwortlichen Programm-Manager Joachim Berg. Als Belohnung für seine besondere Leistung erhält Martin Zerta einen fünfmonatigen Praktikumsaufenthalt beim Vaillant Entwicklungspartner Plug Power in Latham (New York), USA, einem der weltweit führenden Hersteller von Brennstoffzellen. Sämtliche Kosten des Praktikums - einschließlich Flug, Unterkunft und Taschengeld - in Höhe von insgesamt 40.000 Mark, übernimmt das Remscheider Unternehmen. Vaillant und Plug Power starteten bereits vor zwei Jahren ihre Kooperation zur Entwicklung und internationalen Vermarktung von Brennstoffzellen-Heizgeräten (BZH).
Vaillant Geschäftsführer Dr. Michel Brosset lobte bei der Preisverleihung am 26. April 2001 die außerordentlich hohe Qualität der eingesendeten Diplomarbeiten, die aus verschiedenen, sich ergänzenden Fachdisziplinen stammten. „Wir müssen unseren wissenschaftlichen Nachwuchs tatkräftig unterstützen, wenn unser Land für die Zukunft gerüstet sein will“, sagte Brosset und fügte hinzu, dass Vaillant mit diesem Diplomarbeiten-Wettbewerb, zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland insbesondere im Bereich Versorgungstechnik beitragen will.
"Die Förderung der Wissenschaft ist nur dann effektiv, wenn sie wie in diesem Fall praxisorientiert erfolgt", hob Professor Dr. Klaus Sommer, Vorsitzender der Jury, von der Fachhochschule Köln, Fachbereich Versorgungs- und Entsorgungstechnik, hervor. Die Diplomarbeit des Preisträgers Martin Zerta über "Hausenergieversorgung mit flüssiggasbetriebenen Brennstoffzellenanlagen" zeichne sich besonders dadurch aus, dass sie die zukunftsweisende Heiztechnologie sowohl unter technischen wie auch wirtschaftlichen und infrastrukturellen Aspekten abhandelt. Zerta untersucht die Kosten für Ein- und Mehrfamilienhäuser für verschiedene Energieträger und kommt unter anderem zu dem Schluss, dass sich erdgasbetriebene Brennstoffzellen-Heizsysteme im Vergleich zu flüssiggasbetriebenen Systemen deutlich schneller amortisieren werden.
Platz Zwei und Drei des Wettbewerbs belegten Alexander Seel, Fachhochschule Darmstadt, Aufbaustudiengang Energiewirtschaft im Fachbereich Wirtschaft, mit dem Thema „Die Bedeutung der dezentralen Hausenergieversorgung am Beispiel der Brennstoffzelle für die kommunalen Energieversorgungsunternehmen“ und Olaf Reichling, Fachhochschule Köln, Fachbereich Elektrische Energietechnik, mit dem Thema „Energieversorgung eines Erschließungsgebietes auf der Basis von Brennstoffzellen-Heizgeräten“. Beide gewinnen ein einwöchiges Management-Training bei Vaillant in Remscheid. Unter dem Motto „Vaillant Exzellenz“ wird ihnen vermittelt, wie ein prozessorientiertes Unternehmen funktioniert, bei dem Kundenorientierung und höchste Qualität auf allen Ebenen im Mittelpunkt stehen.
Die Preise werden finanziert aus einem Vaillant Ausbildungsfonds, den das Unternehmen aus Anlass seines 125. Firmenjubiläums gegründet und für diesen Zweck mit einem Betrag von 50.000 DM ausgestattet hat. Aufgestockt wurde der Fonds durch weitere 20.000 DM aus Spenden verschiedener Geschäftspartner des Unternehmens.