Um die Gefahr für Kabeltrassen in Gebäude- und Industriekomplexen im Brandfall zu reduzieren, haben Mitarbeiter der Hapuflam GmbH, Zellertal, das Konzept für ein neuartiges Brandschutzprodukt entwickelt. Nach über fünfjähriger Entwicklungsarbeit entstand das Hapuflam-Brand-schutzgewebe, das als Leitungs- und Streckenschutz fungiert. Dabei handelt es sich um ein mit einem Dämmschichtbildner beschichtetes Glasfasergewebe, das von eingewiesenen Installateuren um Kabelpritschen und an Steigleitungen angebracht wird. Durch spezielle Montageklammern ist ein späteres Nachverlegen oder die Demontage überflüssiger Leitungen ohne Werkzeug möglich – was der Verringerung der Brandlast dient.
Bei Brand – eingedämmte Gefahr

Das neue System schlägt mehrere Fliegen mit einer Klappe: Durch die wärmeisolierende feinporige Dämm-schicht werden die Kabel vor der äußeren Hitzeeinwirkung geschützt. Das hat eine reduzierte Belastung der Bausubstanz durch giftige Gase und halogenhaltige Dämpfe zur Folge, weil erstens weniger PVC verbrennt und zweitens der entstehende Dämmschaum die sonst freiwerdenden Halogene größtenteils neutralisiert. Auch die durch geschmolzenes abtropfendes Material hervorgerufene Sekundärbrandgefahr wird so stark reduziert. Gleiches gilt für die Rauchentwicklung, was die Gefährdung des Löschpersonals insgesamt verringert.
Nach Brand – eingedämmte Kosten
Schließlich schlagen Kosteneinsparungen bei der Ge-bäude- und Systemrenovierung nach einem Brand zu Buche. Nach Entfernung der entstandenen Schutzhülle können schadhafte Leitungen ggf. einzeln ausgetauscht werden. Schäden an der Bausubstanz durch halogenhaltige Dämpfe – Fehlanzeige. Durch die Verwendung von Hapuflam-Brandschutzgewebe sind in Zukunft weitere Einsparungen bei der baulichen Brandschutz-Ausrüstung denkbar.