Der Fachverband SHK Bayern und Richter + Frenzel geben den Startschuss für eine Energie-Kampagne.
Der umfangreiche Handwerkerordner gibt u.a.Tipps zu regionalen Marketingaktivitäten, Argumentationslisten rund um erneuerbare Energien und ein Faltblatt zum Heizungscheck.
Im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz wurde vor kurzem der Startschuss gegeben für eine beispielhafte Kampagne zur Förderung erneuerbarer Energien. Mit Unterstützung und persönlicher Anwesenheit des Staatsministers Dr. Otmar Bernhard stellten der Fachverband SHK Bayern sowie Vertreter des Fachgroßhandels, u.a. Richter + Frenzel, die Kampagne ‚Clever heizen – Umwelt schonen’ vor. Ständig steigende Energiekosten sowie alarmierende Worte der Klimaschützer machen es für jeden Hausbesitzer unverzichtbar, sich mit dem Energiesparthema sowie mit alternativen Heizmöglichkeiten auseinanderzusetzen. Erarbeitet wurde ein umfangreicher Handwerkerordner, der die Kampagne erklärt, Tipps zu regionalen Marketingaktivitäten gibt, Argumentationslisten rund um erneuerbare Energien enthält sowie ein Faltblatt zum Heizungscheck, u.v.m. Verteilt wird dieser Ordner über den Fachgroßhandel an Fachhandelsbetriebe, die damit ihre Kunden informieren und beraten können.
„Bei 100 $ pro Fass Rohöl kann jeder ermessen, wie bedeutsam es ist, Energie zu sparen“, konstatiert der Landesinnungsmeister Werner Ober-meier auf der Pressekonferenz, „wir vom SHK-Handwerk sind in der Lage, energieneutral und objektiv zu beraten und über die gesetzlichen Grundlagen sowie Förderungsmöglichkeiten zu informieren.“ Wie wichtig es ist, dass die Betriebe direkt vor Ort ihr Fachwissen weitergeben, betonte auch Staatsminister Dr. Bernhard in seiner Rede. Die Handwerksbetriebe seien ‚erste Ansprechpartner beim Bürger und wichtige Multipli-katoren für sparsame, umweltfreundliche und nachhaltige Ressourcennutzung.“ Mit einem jährlichen Pro-Kopf-Ausstoß von 6,7 Tonnen CO2 könne sich Bayern international zwar durchaus sehen lassen, aber natür-lich solle dies noch verbessert werden, so Dr. Bernhard. „Durch das Zusammenspiel von öffentlichem Bewusstsein, gesetzlichen Fördermaßnahmen und dem technischen Know-how der Branche wird eine win-win-Situation geschaffen“.
„Ziel der Kampagne ist es“, so SHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Wolfgang Schwarz, „diejenigen Hausbesitzer anzusprechen, die nicht vom neu eingeführten Energieausweis betroffen sind – dies sind sehr viele, ca. 60% aller 1-2 Familienhäuser.“ Genau hier sei es Pflicht, den Fachbetrieben ein optimales Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem sie umfassend informieren können. Denn nur eine hervorragende Beratung kann Hausbesitzer überzeugen, energetisch nachzurüsten und damit Strom- sowie Energieverbrauch zu reduzieren. Im neuen Handwerkerordner gibt es viel Wissenswertes zur Kampagne selbst, aber auch Argumentationslisten beispielsweise zu Solarenergie oder Pelletsheizung sowie Formulare und Informationen zu einem umfassenden Heizungscheck. Enthalten sind ebenfalls mannigfaltige Tipps und Hilfestellungen rund um ein regionales Marketing, wie etwa verschiedene Anzeigenmotive oder Checklisten zur Organisation von Veranstaltungen wie beispielsweise einen ‚Tag der offenen Tür’.
Über 5000 Betriebe in ganz Bayern sollen flächendeckend beraten. Der Handwerkerordner wird vom Fachgroßhandel kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Verband rechnet mit einem Umsatzzuwachs von ca. 10%, sodass die Kampagne neben dem ökologischen auch einen erheblichen ökonomischen Gewinn für Bayern bringen wird.
Auch Staatsminister Dr. Bernhard sieht große Chancen für das Handwerk: „ Wenn z.B. der Wärmeschutz von Gebäuden ‚nur’ um 25% verbessert wird, beträgt das hierfür benötigte Investitionsvolumen allein in Bayern rund 65 Mrd. Euro“. Hierfür gilt es, an einem Strang zu ziehen – der Startschuss wurde gegeben, nun liegt es an den Fachbetrieben die angebotenen Mittel erfolgreich zu nutzen. Informieren sollen ebenfalls begleitend eingerichtete Homepages: www.cleverheizen-umweltschonen.de oder www.haustechnikbayern.de.