Ihre Strategien zum Thema Energieeffizienz und Nachhaltigkeit präsentierten die Unternehmen Ciat, Emco Klima, Menerga und Vaillant bei einem Vortragsabend mit dem Architekten Prof. Kai Bierich.
Prof. Kai Bierich vom Stuttgarter Architekturbüro wulf & partner berichtete in Köln vor Architekten über die Neue Messe Stuttgart.
Das Thema von Bierich, einem der Partner des Stuttgarter Büros wulf & partner, war die Neue Messe Stuttgart, die erst kürzlich eröffnet wurde. Die Vortragsveranstaltung, zu der ausgewählte Architekten aus Nordrhein Westfalen eingeladen wurden, fand im Festsaal des Kölnischen Kunstvereins statt.
Die Kurzvorträge der beteiligten Unternehmen führten auf unterschiedliche Weise in das Thema Energieeffizienz ein. Im ersten Vortrag stellte Gerhard Zug, Geschäftsführer Ciat Kälte- und Klimatechnik, die Eisspeicher-Technolgie des Unternehmens vor. Die Speicher werden über Nacht aufgeladen und geben tagsüber zu Spitzenzeiten ihre Energie zur Raumkühlung ab. Das ermöglicht den Einsatz kleinerer Kälteerzeuger bei entsprechend niedrigeren elektrischen Anschlussleistungen und erbringt damit einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung. Wirtschaftliche Vorteile ergeben sich auch durch die Nutzung günstiger Nachttarife für Strom.
Die gesamte Kimatechnik für den sichtbaren Bereich war das Thema des zweiten Vortrages von Hellmuth Weiß, Geschäftsführer Emco Klima. Die vielseitige Produktpalette des Herstellers besteht aus Kühldecken, Kühlsegeln, Unterflursystemen, Luftdurchlässen, dezentraler Lüftungstechnik, kompakten Klimalösungen zum Nachrüsten und einem innovativen System mit Latentwärmespeichern. Die Breite der Produktpalette ermögliche dabei die optimale klimatechnische Lösung abhängig vom individuellen Projekt. Zusätzlich sei durch flexible Fertigung eine Anpassung von Design und Farbe der Produkte möglich, um Architekten Gestaltungsmöglichkeiten zu erschließen.
Die zentrale Klimatechnik stand im dritten Vortrag von Dr.-Ing. Jürgen Röben, Geschäftsführer Menerga, im Vordergrund. Technologien mit sehr hoher Energieeffizienz wie die "adiabate" Verdunstungskühlung oder die Rückgewinnung von Kälte und Wärme durch regenerative Wärmetauscher liefern dann optimale Ergebnisse, wenn die Regelung und alle Anlagenkomponenten aufeinander abgestimmt sind. Praktisch alle Zentralklimageräte des Herstellers seien deshalb optimal auf die Objekte hinsichtlich Funktionalität und Energieeffizienz abgestimmt. Zudem erleichtere die sehr kompakte Bauweise die Innenaufstellung, was Architekten Freiräume eröffnen würde.
Im vierten Firmenvortrag, präsentierte Klaus Jesse, Geschäftsführer Vaillant Deutschland, die Ideen der Generation Effizienz. Hintergrund sei die Tatsache, dass moderne Heizgeräte mit Brennwerttechnik den Brennstoff bis an die physikalisch mögliche Grenze ausnutzen. Will man weitere Effizienzsteigerungen erzielen, so sind regenerative Energien einzusetzen, für die der Hersteller ein breites Programm mit aufeinander abgestimmten Geräten anbietet. Beispiele sind Solarthermie, Photovoltaik, Biomasse, Wärmerückgewinnung mit der kontrollierten Wohnraumlüftung und Erdwärmenutzung durch Wärmepumpen.
Im Hauptvortrag stellte Bierich ausführlich sein Projekt Neue Messe Stuttgart vor. Bei dem Bauvorhaben stand neben der Herausforderung eine der größten Baustellen Europas zu bewältigen auch die Energieeffizienz aus der Sicht des Architekturbüros im Vordergrund. Zwei Beispiele hierzu aus der Logistik sind die Nutzung des Erdaushubs für die Gestaltung der Landschaft in Höhenstufen und die zweifache Verwendung von Schotter, der in Säcke gefüllt zur Belastung der Dachträgerkonstruktion während des Aufbaus verwendet wurde und später als Baumaterial für die Hallenböden dient. Auch die Klimatechnik sei durch das Schichtlüftungssystem, das erstmals im Messebau zum Einsatz komme, äußerst energieeffizient.