Unabhängige Energieberatung im ölbeheizten Gebäudebestand
Hermann J. Dannecker (links), Vorstand des Deutschen Energieberater-Netzwerks e.V. (DEN) und Adrian Willig, Leiter Marketing und Betreuung Marktpartner beim Institut für wirtschaftliche Oelheizung e.V. (IWO) besiegeln die stärkere Zusammenarbeit bei der Beratung von Hauseigentümern zur energetischen Gebäudesanierung. Foto: REECO GmbH/IWO
Das Deutsche Energieberater-Netzwerk e. V. (DEN) und das Institut für wirtschaftliche Oelheizung e. V. (IWO) werden künftig bei der Beratung von Hauseigentümern zur energetischen Gebäudesanierung stärker zusammenarbeiten. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung haben am Freitag, 7. März 2008 DEN-Vorstand Hermann J. Dannecker und Adrian Willig, Leiter IWO-Marketing und Betreuung Marktpartner im Rahmen des 4. Deutschen Energieberaterforums in Stuttgart unterzeichnet.
Wesentliches Ziel der Kooperation ist es, insbesondere Besitzern älterer, ölbeheizter Gebäude verstärkt das Angebot einer umfassenden Beratung durch qualifizierte Energieberater zu vermitteln. Die DEN-Energieberater sollen im Rahmen der Zusammenarbeit neutral und fachkompetent zu allen Energiesparthemen im Gebäude- und Haustechnikbereich beraten und dabei auch den aktuellen Wissensstand zur Ölheizungstechnik und zum Energieträger Öl berücksichtigen. Dabei steht vor allem die staatlich geförderte „Energiesparberatung vor Ort“ für Haus- und Wohnungseigentümer (Bafa) im Vordergrund. Angesichts der nach wie vor unübersichtlichen staatlichen Förderprogramme kommt den Beratern darüber hinaus eine Lotsenfunktion zu.
Hohe Energiepreise, die Diskussion über die Versorgungssicherheit Deutschlands sowie höhere energetische Mindeststandards für Gebäude haben das Thema Wärmeversorgung stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Über die Ziele Energiesparen und vermehrter Einsatz von erneuerbaren Energien herrscht breiter Konsens. Allerdings zögern bislang viele Hausbesitzer, in Energiesparmaßnahmen zu investieren. Professionelle Energieberatungsangebote, an deren Ende Sanierungsempfehlungen auf Basis einer umfassenden Bestandsaufnahme von Haus und Heizung stehen, werden laut DEN zu selten genutzt.
Zugleich zeigen Umfragen, Hauseigentümer wissen vielfach nicht, dass sich Investitionen in effiziente Öl-Brennwerttechnik oder eine bessere Dämmung der Gebäudehülle rechnen und sich durch die verbesserte staatliche Förderung in einem durchaus überschaubaren Rahmen halten können. „Das Informationsdefizit sorgt so für Passivität unter Hausbesitzern, Modernisierungsmaßnahmen mit eindeutig positiver Kosten-Nutzen-Bilanz werden häufig nicht umgesetzt. Eine qualifizierte Energieberatung könnte hier Abhilfe schaffen“, sagt Hermann J. Dannecker.
Durch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit wollen IWO und DEN die Nachfrage nach qualifizierter Energieberatung erhöhen. Neben der bisherigen guten Zusammenarbeit mit den Energieberatern des Handwerks erweitert IWO damit seine Energieberatungsangebote um einen wichtigen Baustein. „Davon versprechen wir uns nicht zuletzt Impulse für das Modernisierungsgeschäft der Marktpartner vor Ort“, betont Adrian Willig.
IWO wird im Rahmen seiner bundesweiten Verbraucherinformationen sowie regional über ein Netzwerk von Marktpartnern aus Mineralölhandel, Heizungsbau und Tankschutz das Angebot der umfassenden Energieberatung durch DEN-Experten verbreiten. Schon heute können interessierte Hausbesitzer auf der IWO-Internetseite www.oelheizung.info einen unabhängigen DEN-Energieberater in ihrer Nähe recherchieren.
DENDas Deutsche Energieberater-Netzwerk e.V. (DEN) ist ein Zusammenschluss von Ingenieuren, Architekten und Technikern, die kompetent, qualifiziert und umfassend für das Thema Energieberatung ausgebildet sind. Sie sind neutral und unabhängig und empfehlen nur die Maßnahmen, die energetisch sinnvoll sind. Darüber hinaus haben sich die DEN-Energieberater freiwilligen Qualitätsrichtlinien für ihre Ausbildung und ihre Dienstleistungen verpflichtet.
www.den-ev.de IWODas Institut für wirtschaftliche Oelheizung (IWO) ist die zentrale Informations- und Beratungseinrichtung für das Heizen mit Öl in Deutschland. Das von der deutschen Mineralölwirtschaft getragene Institut leistet mit seinen Aktivitäten im Wärmemarkt einen Beitrag zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele. In eigenen Forschungs- und Entwicklungsprojekten erarbeitet IWO darüber hinaus Grundlagenkenntnisse über den Brennstoff Heizöl EL und seiner effizienten Umsetzung in Wärme. Aktuell stehen umfassende Labor- und Feldversuche zur Praxistauglichkeit von Heizöl mit Biokomponenten in bestehenden Ölheizungsanlagen im Mittelpunkt der Projekte.
www.iwo.de